Trotz Schwächephase: LASK will gegen Liverpool "Sensation schaffen"

Trotz Schwächephase: LASK will gegen Liverpool „Sensation schaffen“

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Just in einer länger nicht mehr gesehenen Schwächephase bekommt es der LASK am Mittwoch (18.45 Uhr) in der Champions League mit einem englischen Giganten zu tun.

Auf der Jagd nach dem ersten Punkt in der Königsklasse baut sich Liverpool auf der Linzer Gugl vor den Athletikern auf. Auch die Reds reisen allerdings nicht ganz ohne Sorgen an. LASK-Trainer Dietmar Kühbauer hofft, die dunklen Wolken abschütteln zu können: „Wir wollen eine Sensation schaffen.“

Die Aussicht auf eine solche ist aus Sicht der Linzer aktuell doppelt verheißungsvoll. Denn der erfolgsverwöhnte Kühbauer erlebt mit seiner Meistertruppe gerade das erste echte Tief. Einen mageren Punkt hat man in den jüngsten vier Pflichtspielen geholt, am vergangenen Sonntag setzte es zuhause im Titelkampf eine bittere 0:2-Heimniederlage gegen Rapid.

Eine derartige Durststrecke mit vier Partien ohne Sieg gab es zuletzt im Dezember 2024. In Kühbauers zweiter LASK-Ära, die fast genau vor einem Jahr begann, ist es ohnehin ein Novum.

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„Werden nicht in Missstimmung verfallen“

„Wir werden nicht in eine Missstimmung verfallen, das wäre das Schlimmste. Wir leben nicht in der Vergangenheit. Wir haben eine Chance, es besser zu machen“, meinte Kühbauer. „Wir sind klarer Außenseiter, trotzdem müssen sich die Spieler auf die Partie freuen. Wir müssen daran glauben, dass es machbar ist, wissen aber auch, dass es etwas Außergewöhnliches braucht.“ Das sei schon an den Marktwerten der Spieler deutlich abzulesen, betonte Kühbauer. Gemäß transfermarkt.at sind die Engländer 1,09 Milliarden Euro schwer, beim LASK sind es vergleichsweise zarte 62 Millionen.

Es bräuchte all diese Details eigentlich nicht, um die Außenseiterrolle des LASK zu verdeutlichen. Liverpool ist 20-facher englischer Meister, gewann sechsmal die Champions League bzw. den Meistercup und gehört mit seiner globalen Fanbasis zu einem der umsatzstärksten Clubs weltweit. Für Außenverteidiger Kasper Jörgensen ist es denn auch „das größte Spiel meiner bisherigen Karriere“, wie der Däne unumwunden erklärte. Kühbauer will seinen Kickern allzu großen Respekt freilich austreiben. „Entscheidend wird sein, nicht zu viel Achtung zu haben. Ich weiß, dass es pathetisch klingt, aber wir haben nur diese eine Chance.“

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Liverpool mit großen Personalsorgen

Wenn man so will, ist es das Duell zweier Verlierer. Der LASK kassierte am Sonntag im Ligaschlager gegen Rapid ein 0:2, Liverpool von Neo-Coach Andoni Iraola ging im Premier-League-Hit gegen Manchester City ebenfalls zuhause zu zehnt mit 0:3 unter. Der LASK liegt nach acht Runden fünf Punkte hinter Leader Rapid, Liverpool fehlen nach sechs Spieltagen schon sechs Zähler auf Tabellenführer ManCity. Die Linzer müssen auf George Bello fix verzichten und um Moses Usor (Schulter) bangen, bei Liverpool schaut es noch düsterer aus. Da fehlt mit Alexander Isak (4 Tore, 1 Assist), Cody Gakpo (2 Tore, 4 Assists), und dem Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai (3 Tore) geballte Offensivwucht.

Die Bilanz österreichischer Clubs gegen Liverpool ist mit acht Niederlagen und einem Remis in zehn Spielen passend zur Clubfarbe des Gegners tiefrot. Zwei der Begegnungen davon gehen auf das Konto des LASK, der im Herbst 2023 in der Europa-League-Gruppenphase mit 1:3 und 0:4 unterlag. Der einzige Treffer gelang Florian Flecker, der die Linzer vor eigenem Publikum im Hinspiel in Führung brachte. Flecker ist wie vier andere Kicker nach wie vor im LASK-Kader. Bei Liverpool finden sich sogar noch neun Akteure in der Kaderliste wieder.

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