Uka-Festspiele: Austria-Frauen erreichen erstmals CL-Ligaphase
Die Fußballerinnen von Austria Wien stehen in der Ligaphase der Women’s Champions League. Der österreichische Doublesieger fixierte seinen größten internationalen Erfolg mit einem 4:0 (1:0)-Kantersieg daheim gegen SK Brann Bergen. Das Hinspiel in der vergangenen Woche in Norwegen war 1:2 verloren gegangen. Matchwinnerin war Modesta Uka, die kosovarische Nationalspielerin erzielte drei Tore. Die Austria darf sich nun in der Ligaphase mit etlichen kontinentalen Größen messen.
Brann war als Favorit in das Duell gegangen, die Austria auch nicht besonders gut in die nationale Meisterschaft gestartet. Die Überzeugung, den Spieß noch umzudrehen, war bei der Truppe von Coach Stefan Kenesei aber da – und das war im Franz-Horr-Stadion von Beginn weg zu merken. Den ersten richtigen Warnschuss gab Verena Hanshaw von halb-links knapp innerhalb des Strafraumes ab. Die 32-Jährige hatte vor dem Hinspiel aus Skandinavien aus privaten Gründen wieder abreisen müssen, konnte nun aber als einzige Neue im Team ihre Routine zur Verfügung stellen.
Die Führung fiel aus einem von Uka herausgeholten und auch verwerteten Foulelfmeter. Die 27-Jährige wurde von Nea Lehtola zu Fall gebracht und traf sicher links ins untere Eck. Austria-Torfrau Jasmin Pal musste erstmals in der 24. Minute ernsthaft eingreifen, in den Minuten vor dem Seitenwechsel kamen die Norwegerinnen dann stärker auf. Die Heimischen brachten den Vorsprung aber dennoch recht sicher in die Pause. Die Zuschauer am Verteilerkreis hatten eine temporeiche, offensivstarke Vorstellung der Violetten zu sehen bekommen.
Austria in 2. Hälfte nicht mehr zu stoppen
Und so ging es in der zweiten Hälfte weiter, für die weiteren Treffer brauchte es aber vorerst auch die Unterstützung der gegnerischen Torfrau. Zunächst zog Uka nach Assist von Patricia Pfanner mit einem per rechts abgelassenen Bogenschuss ab, der Ball senkte sich ins Kreuzeck. Schlussfrau Sunniva Skoglund war noch mit den Fingerspitzen dran, bekam den Ball aber nicht mehr zu fassen, da sie ein wenig zu weit vor dem Tor gestanden war. Schlimmer aber für sie in der 66. Minute, als die 24-Jährige einen Rückpass beim Stoppversuch unter dem Fuß ins Tor kullern ließ.
Noch vor diesem Eigentor hatte eine Verteidigerin einen nach Foul an Valentina Pötzl gegebenen Schiechtl-Freistoß an die Latte gelenkt, den ins Feld zurückspringenden Ball konnte die Austria nicht verwerten. Für die Gäste-Equipe, die vor Spielbeginn in einer Trauerminute dem verstorbenen König Harald V. gedacht hatten, kam es aber noch schlimmer – denn Uka hatte noch nicht genug. Ein platziert und scharf geschossener Freistoß der Stürmerin passte links genau neben die Stange, Skoglund war chancenlos (78.). Zudem ging ein Fernschuss von Uka nur knapp daneben (81.)
Nach dem Aufstieg mit dem Gesamtscore von 5:2 blicken die Austria-Frauen damit gespannt der Champions-League-Auslosung am Mittwoch entgegen. Der Beginn der Ligaphase ist für 22./23. September angesetzt.
