Trotz Nationalteam-Debüt: Nationenwechsel für Markovic weiter möglich

Wegen FIFA-Regel: Nationenwechsel für Markovic noch möglich

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Vasilije Markovic feierte am vergangenen Sonntag beim 3:1-Sieg im Nations-League-Spiel gegen Kosovo sein Debüt im ÖFB-Team. Endgültig „gesichert“ hat sich Österreich das 18-jährige Toptalent der Wiener Austria aber noch nicht. Eine FIFA-Regel lässt zumindest noch die theoretische Möglichkeit offen, dass Markovic zum serbischen Verband wechseln könnte.

Jene Regel besagt, dass ein Spieler trotz Länderspieldebüt im A-Nationalteam bei Erfüllung bestimmter Kriterien noch einen Verbandswechsel vollziehen kann. So muss ein Spieler bei seinem letzten Einsatz für das bisherige Nationalteam unter 21 Jahre alt gewesen sein. Außerdem darf er nicht mehr als drei A-Länderspiele absolviert haben und seit seinem letzten Einsatz müssen mindestens drei Jahre vergangen sein.

Um einen Nationenwechsel auch faktisch auszuschließen, müsste Markovic also mindestens vier A-Länderspiele für Österreich absolviert haben. Eine Marke, die er schon im November-Lehrgang bei den Nations-League-Partien gegen Irland und Israel erreichen kann.

Markovic bekennt sich zu Österreich

Trotz der theoretischen Möglichkeit macht sich Markovic aktuell keine Gedanken über einen Nationenwechsel. Nach dem Spiel gegen den Kosovo bekannte sich Markovic eindeutig zum ÖFB.

„Das Debüt war ein unglaubliches Gefühl, ich kann es kaum beschreiben. Es war immer klar, dass ich für Österreich spiele. Ich habe jede U-Nationalmannschaft durchlaufen. Als der Teamchef mich angerufen hat, war es ein unglaubliches Gefühl“, sagte Markovic.

Ein Wechsel zum serbischen Verband scheint für Markovic damit ausgeschlossen. Es sei diesbezüglich „alles abgeklärt“, versicherte der Mittelfeldspieler.

Janko und Herzog kritisieren FIFA-Regel

Die Sky-Experten Marc Janko und Andreas Herzog können die FIFA-Regel nicht nachvollziehen und fanden in ihrem Podcast „HERZERL mit JANKO“ deutliche Worte. „Man könnte mal hinterfragen, warum man vier Spiele braucht. Das haben wieder irgendwelche Leute entschieden, die selber nie gespielt haben“, sagte Janko.

Auch Herzog zeigte kein Verständnis für die FIFA-Regel: „Für mich ist das eine Regel, die nicht geht. Wenn ich in der U16 oder U18 oder im A-Team einmal für ein Land spiele, dann kann ich nicht mehr hin- und herhüpfen. Das ist ungerecht gegenüber den Spielern, die nicht die Möglichkeit haben, für eine zweite Nation zu spielen. Dabei bleibe ich und das würde das Ganze einfacher machen.“

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