„Will ein bisserl raus aus dem Tennis“: Misolic atmet vor Hartplatz-Saison am Meer durch
Aus einem weiteren Lauf in Richtung Finale wie vor drei Jahren in Kitzbühel ist für Filip Misolic nichts geworden. Dennoch hat der 23-jährige Steirer, Österreichs aktuelle Nummer eins der Tennis-Männer, die Gamsstadt frohen Mutes verlassen. Seit Anfang Mai hat er eine Serie von 28:6-Siegen hingelegt und die vielleicht intensivste Zeit seiner Karriere hinter sich. Nun gönnt sich Misolic am kroatischen Meer eine einwöchige Auszeit, ehe er mit der Hartplatzvorbereitung beginnt.
Sein nächster Einsatz ist beim ATP-Challenger in Sumter im US-Bundesstaat South Carolina ab 12. August geplant. Dort will er sich auch wettkampfmäßig auf Hartplatz für die US Open vorbereiten. Doch so richtig daran denken wollte Misolic nach seinem Achtelfinal-Aus gegen Botic van de Zandschulp am Mittwoch noch gar nicht. Zu strapaziös waren die vergangenen Wochen.
„Will einfach nur ein bisserl raus aus dem Tennis“
„Jetzt will ich einfach nur ein bisserl raus aus dem Tennis. Es waren anstrengende drei Monate für mich. Ich will einfach nur ein bisserl Zeit genießen zu Hause und mit Freunden“, gestand Misolic. Er habe zuletzt viele Matches und anstrengende Wochen gehabt. „Viel mehr könnte ich auf dem Platz nicht schaffen, das ist für mich die einzige Möglichkeit.“
Den knapp verpassten direkten Einzug ins Hauptfeld der US Open (ab 24. August) hat er noch im Visier. „Natürlich, ich bin als Vierter draußen. Aber ich mache den Plan so, als ob ich Quali spielen muss. Wenn ich reinrutsche, wäre das natürlich super.“ Die Umstellung auf den Hardcourt werde eine „Challenge“ für ihn werden. „Ich freue mich schon sehr. Es wird wahrscheinlich ein bisschen schwierig sein, mich umzustellen, da ich nicht so viel auf Hartplatz spiele.“
Konkret will er offensiver spielen und möglichst noch mehr an der Grundlinie stehen. Die Vorbereitung erfolgt an seiner Trainingsbase in Zagreb, wo er laut eigenen Aussagen genug Sparringpartner zur Verfügung hat. „Dort trainieren viele Kroaten wie auch (Borna) Coric und (Marin) Cilic.“
(APA) Foto: GEPA