Zuletzt drei Niederlagen: Salzburg hat gegen Rapid „einiges gutzumachen“
Im Nachtragskracher der ADMIRAL Bundesliga sinnt Red Bull Salzburg auf Revanche. Je drei 0:1-Niederlagen kassierten die Bullen zuletzt gegen Rapid, am Mittwoch (20:30 Uhr / live auf Sky Sport Austria) soll diese Schmach ausgemerzt und der Tabellenführer nach vier Runden gestürzt werden. Mit einem Sieg würde das mit viel Selbstvertrauen ausgestattete Team von Danny Röhl zudem an den Wienern vorbeiziehen.
„Gegenüber der letzten Saison haben wir zuhause gegen Rapid einiges gutzumachen“, sagte Röhl, der mit dem alten Spieljahr freilich nichts mehr zu tun hat. Ganz anders tritt Salzburg in der noch jungen Saison auf, der Glaube ist zurückgekehrt. Das Selbstvertrauen habe man sich „über gute Ergebnisse erarbeitet“, erklärte Röhl, bei dessen Team „viel weitergegangen“ sei. Abgesehen von den Unentschieden gegen Pafos (1:1) und den WAC (3:3) hat man nur Siege zu Buche stehen und den Einzug in die Europa League geschafft. Das internationale Ticket ließ Rapid in enttäuschender Manier zwar liegen, national war Grün-Weiß bisher aber unantastbar. Deswegen ist für Röhl die Ausgangslage am Papier klar: „Wir sind Außenseiter.“
Sein Team stehe „vor einer großen Aufgabe“ und dem „nächsten großen Gradmesser“, konstatierte der Deutsche. Eine Niederlage würde den Rückstand auf Rapid auf fünf Punkte anwachsen lassen, von einem Pflichtsieg wollte Röhl aber nicht sprechen: „Man kann auch unentschieden spielen.“ Für den 37-Jährigen, der möglicherweise auf Damir Redzic (Knie) verzichten muss, kommt es zu einem Wiedersehen. Als Trainer von Sheffield Wednesday stand er Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup 2024/25 in Englands zweiter Liga zweimal gegenüber – und feierte zwei Siege gegen Norwich City (2:0, 3:2), das damals vom gleich alten Dänen betreut wurde.
Katzer gibt Transfer-Update
Bei Rapid drehte sich nach dem jüngsten 3:1-Sieg über Sturm Graz alles um mögliche Abgänge – die die entgangenen Europacup-Einnahmen kompensieren sollen. Bei „Sechser“ Romeo Amane steht vor einem Wechsel zu RSC Anderlecht nach Belgien nur noch der Medizincheck aus. Das erklärte am Dienstag Geschäftsführer Sport Markus Katzer, der auch die angestrebte Leihe von Offensivmann Tobias Gulliksen bestätigte. Mit Petter Nosa Dahl bleibt ein weiterer zuletzt von Gerüchten umrankter Akteur aber in Hütteldorf. „Es war ein offizielles Angebot da“, meinte Katzer, dieses dürfte aber nicht den grün-weißen Vorstellungen entsprochen haben. „Fakt ist, er wird im Bus sitzen, er wird auch morgen spielen und diesen Transfer nicht machen.“ Hoff Thorup forderte zwar explizit keinen Amane-Ersatz, wies aber auf den nötigen „Zug“ im Kader hin: „Wir müssen sicherstellen, dass der Konkurrenzkampf so groß wie möglich ist.“
Katzer: „Fahren mit viel Selbstvertrauen nach Salzburg“
In Salzburg sei Rotation angesagt, „wir müssen frische Spieler auf den Platz stellen“, betonte Hoff Thorup. Jakob Schöller steht dabei mit einem muskulären Problem nicht zur Verfügung, Stürmer Claudy Mbuyi dürfte nach seiner Meniskusblessur aber wieder mit von der Partie sein – spätestens am Samstag beim Cupspiel bei Austria Klagenfurt. Die größte Gefahr für die Gäste geht wohl von Salzburg-Stürmer Haris Tabakovic aus, der beim 4:1 über die Austria zuletzt sein erstes BL-Saisontor bzw. seinen sechsten Pflichtspieltreffer 2026/27 markierte. Der 1,96-m-Mann habe den Gegner noch variabler gemacht. „Er ist eine echte Bedrohung, wir müssen ein Auge auf ihn haben.“ Dann sei in Wals-Siezenheim alles möglich. „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir morgen mehr als gute Chancen haben, wenn wir so spielen, wie wir spielen wollen – und wie wir es in vielen Spielen bereits gezeigt haben.“
