Zwei ÖFB-Verteidiger fordern Serienmeister Paris St. Germain
Mit dem Champions-League-Sieger als haushohem Favoriten und zwei österreichischen Verteidigern startet die Ligue 1 am Wochenende in die Saison. Paris St. Germain geht in der französischen Fußballliga auf den sechsten Meistertitel in Folge los. Vizemeister RC Lens mit dem aktuell verletzten Abwehrchef Samson Baidoo und Olympique Lyon mit dem zu Monatsbeginn verpflichteten Felix Bacher wollen bei einer Schwächephase des Titelverteidigers zur Stelle sein.
Der Racing Club de Lens hat in der vergangenen Saison das Rennen um Platz eins lange offengehalten und den Cup gewonnen. Am Sonntag eröffneten die Rot-Gelben die Saison mit einem 1:0-Erfolg gegen PSG im nationalen Supercup. Es war ein erfolgreicher Einstand für Trainer Dino Toppmöller. Der Deutsche übernahm den Club aus dem Norden, nachdem Trainer Pierre Sage bei Crystal Palace die Nachfolge des Oberösterreichers Oliver Glasner angetreten hatte.
Baidoo mit Oberschenkelverletzung außer Gefecht
Zudem wurde der Ex-Rapidler Mamadou Sangare um 50 Millionen Euro an den englischen Club Brentford abgegeben. Baidoo geht in seine zweite Saison bei Lens, der ÖFB-Teamspieler war im Sommer des Vorjahres aus Salzburg geholt worden und hat sich den Platz als Abwehrchef erkämpft. Aufgrund von langwierigen Oberschenkelproblemen steht der 22-Jährige derzeit aber nicht zur Verfügung.
Neu im Land des WM-Halbfinalisten ist Bacher. Der 25-jährige Tiroler hatte beim portugiesischen Club Estoril auf sich aufmerksam gemacht, wurde um 4,3 Mio. Euro geholt und erhielt einen Fünfjahresvertrag. Lyon, seit einem Jahr im Besitz der US-Unternehmerin Michele Kang, wurde auf dem Spielermarkt aber auch in der österreichischen Bundesliga fündig. Die Mannschaft des portugiesischen Trainers Paulo Fonseca engagierte Salzburg-Kapitän und Mittelfeldspieler Mads Bidstrup, der aktuell wegen eines Knorpelproblems im Knie pausieren muss, und Verteidiger Mohamed Ouedraogo von Altach. Lyon schloss die vergangene Saison auf Rang vier ab und fordert im Play-off der Champions League Fenerbahce Istanbul. Das Hinspiel in Istanbul endete 1:1.
Schwierige Vorbereitung für PSG
Lyon muss zum Saisonstart am Samstag nach Toulouse, Lens hat Auxerre zu Gast. Am Sonntag steigt PSG mit dem Heimspiel gegen Rennes ein. Die Mannschaft von Luis Enrique, 2025 und 2026 Triumphator in der Champions League, gewann vergangenen Mittwoch in Salzburg den europäischen Supercup gegen Aston Villa 2:1, obwohl noch viele Spieler fehlten. PSG stellte 15 WM-Teilnehmer, viele sind erst vor zwei Wochen wieder ins Training eingestiegen. Die Vorbereitung sei „sehr schwierig zu managen“ gewesen, sagte Enrique. „Wir bereiten uns klug auf die Saison vor. Wir wollen zu Ende der Saison auf dem Höhepunkt sein anstatt zum Saisonstart“.
Noch nicht für PSG in Aktion war Spaniens WM-Held Ferran Torres. PSG holte den Stürmer, der beim 1:0-Finalsieg gegen Argentinien den einzigen Treffer erzielt hatte, um 50 Millionen Euro von Barcelona. Ähnlich viel gab der Hauptstadtclub für Mittelfeldspieler Maghnes Akliouche von AS Monaco aus, geholt wurde auch der französische Teamverteidiger Lucas Digne von Aston Villa. Abgegeben wurden unter anderem die Stürmer Concalo Ramos an AC Milan und Randal Kolo Muani an Juventus Turin sowie Verteidiger Lee Kang-In an Atletico Madrid.
