Acht-Tore-Wahnsinn! BVB verpasst Sieg bei Juve in Nachspielzeit
Was für ein dramatisches Champions-League-Duell zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin – der BVB und Juve trennen sich nach einer spektakulären zweiten Spielhälfte und insgesamt acht Toren mit 4:4.
Nach einer vergleichsweise ereignisarmen ersten Spielhälfte folgte in der zweiten eine wahre Torserie beider Teams: Dortmund ging jeweils durch Ex-Salzburger Karim Adeyemi (52.) und Felix Nmecha (65.) in Führung, Juve glich zweimal durch Kenan Yildiz (63.) und Dusan Vlahovic (67.) aus.
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Die dritte BVB-Führung folgte durch Yan Couto (74.) sowie Ramy Bensebaini (86.) per Elfmeter. In der Nachspielzeit verkürzte Vlahovic aber auf 3:4 – ehe Lloyd Kelly für den kuriosen 4:4-Endstand sorgte.
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Um in der hitzigen Atmosphäre im kleinen, aber stimmungsvollen Stadion Turins zu bestehen, hatte Kovac auf Erfahrung gesetzt. Im zentralen Mittelfeld begannen Felix Nmecha und Marcel Sabitzer, Jobe Bellingham musste dagegen auf der Bank Platz nehmen. Dort saß auch überraschend Pascal Groß, der zunächst wegen Magen-Darm-Problemen in Dortmund geblieben und am Spieltag nachgereist war. Kurz vor Schluss wurde er noch eingewechselt.
Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, der einst im Champions-League-Finale 1997 gegen Turin entscheidend getroffen hatte, hatte ein Duell mit Juve als „eine der größten Herausforderungen“ in Europa bezeichnet. Doch in den ersten Minuten gelang es dem BVB, mit druckvollem und frühen Anlaufen den Aufbau der Turiner zu stören. Allerdings verließ Dortmund schnell der Mut, weil sich eine erste Nachlässigkeit fast gerächt hätte: Khephrem Thuram durfte ungestört durchs Mittelfeld spazieren – seinen wuchtigen Distanzschuss hielt Gregor Kobel stark (4.).
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Nach dem verheißungsvollen Beginn nahm das Spiel nicht so recht Fahrt auf. Beide Teams leisteten sich Fehler im Aufbau und kamen gar nicht erst in die Position, gefährliche Angriffe zu starten. Währenddessen versuchten die Juve-Fans ihr Team mit „Forza“-Rufen aus der Lethargie zu wecken. Dies zeigte kurzzeitig Wirkung: Jonathan David (31.) schoss übers Dortmunder Tor, zuvor hatte sich Yildiz stark gegen Couto durchgesetzt.
Der BVB war hingegen sehr auf Sicherheit bedacht und störte längst nicht mehr so forsch wie noch zu Beginn. Stattdessen überließ er nun den Italienern meist die Kontrolle, um bei Ballgewinnen schnell umzuschalten. Gefährlich war aber weiter nur Turin, etwa bei einem Abschluss von Lois Openda (39.).
Auch die zweite Halbzeit begann schleppend, doch dann wurde es wild. Maximilian Beier (51.) kam noch mit der Fußspitze an den Ball, der an den Pfosten des Turiner Tors trudelte. Wenig später zog Adeyemi wuchtig von der Strafraumgrenze ab und schockte die Italiener. Fast hätte Guirassy (56.) direkt nachgelegt.
Turin antwortete mit wütenden Angriffen. Doch Dortmund sorgte immer wieder für Entlastung. Hätte Adeyemi (62.) seinen Querpass auf Nmecha sauberer gespielt, wäre wohl das 2:0 gefallen – so blieb das Spiel umkämpft: Yildiz traf sehenswert, Nmecha konterte eiskalt, dann schlug auch Vlahovic zu.
Die Tore im Video:
0:1 – Karim Adeyemi (52.)
1:1 – Kenan Yildiz (63.)
1:2 – Felix Nmecha (65.)
2:2 – Dusan Vlahovic (67.)
2:3 – Yan Couto (74.)
2:4 – Ramy Bensebaini (86.)
3:4 – Dusan Vlahovic (90.+4)
4:4 – Lloyd Kelly (90.+6)
(Red./SID.)
Artikelbild: Imago
