Ambitionierte Salzburger wollen in Sofia „mutig auftreten“
Red Bull Salzburg startet mit Ambitionen in die Europa League. Zum Auftakt der Ligaphase wollen die „Bullen“ am Donnerstag (18.45 Uhr/live auf Sky Sport Austria – streame mit Sky X) beim bulgarischen Meister Lewski Sofia anschreiben.
Die Aufgabe wird allerdings keine einfache, der Traditionsclub aus der Hauptstadt Bulgariens ist in der Liga nach neun Runden noch ungeschlagen. „Darauf werden wir uns gut vorbereiten, weil wir dort punkten wollen“, kündigte Salzburg-Trainer Danny Röhl an.
Lewski ist mit acht Siegen in Folge in die Saison gestartet, am vergangenen Wochenende gab es aber eine Nullnummer gegen ein Team aus dem Tabellenmittelfeld. Die ebenfalls noch unbesiegten Salzburger erlebten einen ähnlichen Saisonauftakt, am vergangenen Freitag folgte nach sechs Pflichtspiel-Erfolgen ein 1:1 bei der SV Ried. Im Innviertel mangelte es an der Effizienz vor dem gegnerischen Tor, diese soll im Wassil-Lewski-Nationalstadion wieder besser werden.
Boma: „Wollen mutig auftreten“
Die Vorfreude auf den Ligaphasen-Auftakt ist bei den Salzburgern groß. „Solche Spiele sind genau das, wofür man arbeitet“, betonte Innenverteidiger Kevin Boma. Röhl blickte gespannt auf die Duelle „in einem hervorragenden Wettbewerb mit tollen Teams aus Europa“, sagte der Deutsche.
Lewski Sofia war in der abgelaufenen Saison das Kunststück gelungen, die Rekordserie von Ludogorez Rasgrad von 14 Meistertiteln hintereinander zu beenden. Erstmals seit 2010/11 gelang damit auch der Einzug in einen europäischen Hauptbewerb, im Play-off zur Champions League war AEK Athen (0:0, 0:4) zu stark.
„Lewski hat eine gute Mannschaft und wird uns sicher alles abverlangen“, sagte Boma. Aber: „Wir wollen mutig auftreten, unser Tempo einbringen und gleich zum Auftakt zeigen, dass wir in dieser Ligaphase etwas erreichen wollen.“
Lewski mit Legionären aus Brasilien und Portugal
Die Röhl-Truppe peilt freilich eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorjahr an, als die Salzburger in der EL-Ligaphase mit sechs Punkten aus acht Spielen nicht über den 31. Platz hinausgekommen waren. Die Europa League war historisch gesehen schon ein gutes Pflaster für den heimischen Ligakrösus, 2017/18 ging es bis ins Halbfinale, ein Jahr später bis ins Achtelfinale.
Die vom Spanier Julio Velazquez trainierte Mannschaft von Lewski ist gespickt mit Legionären aus Brasilien und Portugal. Im nationalen Supercup gab es am vergangenen Mittwoch ein 2:4 im „ewigen Derby“ gegen ZSKA Sofia. „Alle freuen sich auf das Spiel, es wird interessant zu sehen, wo wir auf europäischer Ebene stehen“, sagte Röhl.
Historischer Lauf: Als Salzburg 2018 die Europa League aufmischte
