Baubescheid ausgesetzt! Nächster Rückschlag für WSG-Stadionprojekt
Der von Fußball-Bundesligist WSG Tirol angestrebte Umbau des Gernot-Langes-Stadions in Wattens hat vor dem Duell gegen Austria Wien (Sonntag ab 14 Uhr LIVE auf Sky Sport Austria – streame das Spiel mit WOW!) einen weiteren Rückschlag erlitten.
Wie die „Tiroler Tageszeitung“ online berichtete, setzte der Gemeinderat die im März erteilte Zustimmung für den Umbau aus, bis die vollständige Finanzierung geklärt ist. Im August hatte der Wattener Gemeinderat eine Haftungsübernahme in Höhe von 900.000 Euro abgelehnt.
Semlic im August über Stadion-Rückschlag für die WSG
Letzteres hatte heftige Kritik der WSG zur Folge. Sehr zum Ärger wiederum von Gemeinderat und Politik. Es kam zu einem Hin- und Her bzw. medialen Schlagabtausch. Zum nunmehrigen Aussetzen des Baubescheides verwies Bürgermeister Lukas Schmid auf eine fehlende Ausfinanzierung bzw. Haftung, die zu einer Verzögerung führe.
„Die Zustimmung zur Stadionadaptierung war an eine gesicherte Finanzierung geknüpft. Entgegen den Aussagen vom Frühjahr ist die Finanzierung Stand heute nicht gesichert. Der Gemeinderat muss entscheiden, ob er an dieser Bedingung festhält“, erklärte der Bürgermeister. Der Baubescheid sei ausgesetzt, „solange bis die Finanzierung nachweislich mit Unterlagen gesichert erscheint.“
Die WSG Tirol bestreitet seit Jahren ihre Spiele auf dem Innsbrucker Tivoli, hofft aber mit einer Rückkehr nach Wattens auf bessere wirtschaftliche Möglichkeiten und einen echten sportlichen Heimvorteil. „Die Sehnsucht nach einer Heimstätte ist da“, erklärte WSG-Trainer Philipp Semlic am Freitag.
„Schon peinlich“ – WSG-Kapitän Hinterseer legt in Stadion-Causa nach
„Es gibt aber auch das rationale Kalkül. Wenn man sich Budget- und Umsatzzahlen von Altach oder vom GAK ansieht, die 13 Millionen Euro (Umsatz, Anm.) machen, dann geht es sich nicht aus mit den sechs oder sieben, die wir machen. Das geht sich nicht aus auf Dauer. Wir sind erpicht darauf, dass die Wertsteigerung für die ganze Region gesehen und unterstützt wird“, meinte Semlic. Man müsse dem Verein „die Möglichkeit geben, wirtschaften zu können und auch langfristig Teil der Bundesliga zu sein.“
