„Bei allem Respekt…“: Kritik an Polster nach Patzern gegen Juve
Der ehemalige WAC-Goalie Nikolas Polster erlebte am Donnerstag beim Europa-League-Spiel gegen Juventus Turin einen gebrauchten Abend.
Mit seinen neuen Klub NEC Nijmegen ging der ÖFB-Legionär nicht nur mit 0:5 bei der „Alten Dame“ unter, sondern sah auch bei zwei der fünf Gegentreffer alles andere als gut aus.
Polster verschätzt sich doppelt
Beim 1:0 für Juventus eilte Polster nach einem langen Ball aus seinem Tor und wollte vor dem heranstürmenden Juve-Angreifer Nicolas Gonzalez klären. Doch der gebürtige Wiener verfehlte bei seinem Rettungsversuch den Ball und schenkte Gonzalez den Führungstreffer.
Doch damit nicht genug: Nach drei weiteren Gegentoren trat Polster kurz vor Schluss ein weiteres Mal negativ in Erscheinung. Abermals kam der 24-Jährige beim Herauslaufen aus dem Strafraum zu spät und verfehlte den Ball erneut. Juve-Stürmer Kolo Muani bedankte sich und traf mühelos zum 5:0-Endstand.
Kritik vom Trainer
Nijmegen-Coach Dick Schreuder sprach nach dem Spiel die Fehler von Polster klar an. „Bei allem Respekt, aber ich würde den Ball wegköpfen. Ich würde ihn kommen sehen“, kritisierte Schreuder seinen Tormann.
Nur Polster wollte der NEC-Trainer aber nicht für die Niederlage verantwortlich machen. „Das war eine Lektion auf dem höchsten Level. Wir sind ganz klar nicht gut genug. Das habe ich nicht erwartet“, sagte Schreuder.
Herzog nimmt Polster in Schutz
Sky-Experte Andreas Herzog wollte die Niederlage in Turin nicht allein an den Patzern von Polster festmachen. Die Hintermannschaft habe den ÖFB-Goalie mit ihrer riskanten Art des Verteidigens mehrfach im Stich gelassen.
„Beim 0:1 hat er die Situation ein bisschen unterschätzt und beim letzten Tor kommt er zu spät. Da sieht er natürlich nicht gut aus. Aber so zu verteidigen, geht vielleicht in Holland hin und wieder gut, aber nicht gegen eine halbwegs vernünftige Mannschaft. Wenn sie so weitermachen, wird er Woche für Woche Tore kriegen. Es liegt nicht an ihm, wenn sie quasi jeden Angriff so verteidigen“, sagte Herzog.
