Bester Saisonstart seit 1998: Rapid besiegt auch WSG Tirol

Bester Saisonstart seit 1998: Rapid besiegt auch WSG Tirol

Der SK Rapid hat zumindest bis Sonntag die Tabellenführung in der ADMIRAL Bundesliga übernommen. Die Wiener setzten sich am Freitag zum Auftakt der 7. Runde vor 18.217 Fans im Allianz Stadion gegen die WSG Tirol 3:0 durch und zogen mit 18 Zählern dem LASK, der am Sonntag in Hartberg gastiert, um drei Punkte davon. Ercan Kara (33.), Bendeguz Bolla (67.) und Nikolaus Wurmbrand (86.) sorgten dafür, dass die Truppe von Coach Johannes Hoff Thorup auch ihr viertes Heimspiel gewann.

Mit sechs Siegen und nur einer Niederlage verabschieden sich die Rapidler mit dem besten Saisonstart seit 28 Jahren in die dreiwöchige Länderspielpause. 1998 hatte es sechs Siege und ein Remis gegeben. Die vorerst fünftplatzierten Tiroler halten weiter bei acht Punkten, sieben davon hatten sie in den drei Runden ohne Niederlage zuvor eingefahren.

Kara-Flugkopfball leitet Sieg ein

Die Tiroler starteten in Hütteldorf mutig, störten die Gastgeber früh und hätten beinahe einen Traumstart erlebt. Moritz Wels schloss aus bester Position aber zu schwach ab (5.). Es blieb der einzige WSG-Torschuss vor der Pause. Die Wiener ließen wie gewohnt den Ball laufen und kamen gefährlich zum Abschluss. Ein Schuss von Yusuf Demir fiel nicht scharf genug aus (18.), ein Kara-Kopfballtor zählte wegen Abseits nicht (24.) und ein Adamsen-Drehschuss ging vorbei (28.). In Minute 33 war der Bann gebrochen. Kara lief nach Horn-Hereingabe in den freien Raum und vollendete via Flugkopfball.

Kara über Kara: „Kann man immer gebrauchen“

Gleich nach Wiederbeginn rettete die Latte bei einem Demir-Schuss (48.) die WSG vor einer kalten Dusche. Rapid diktierte weiter das Geschehen und drückte. Bei einem Bolla-Volley konnte sich Salko Hamzic auszeichnen, kurz darauf schoss Petter Nosa Dahl WSG-Verteidiger David Gugganig aus kürzester Distanz an der Hand an (59.). Ein Elfmeterpfiff blieb aus und das änderte sich auch nicht, nachdem Schiedsrichter Harald Lechner die TV-Bilder gesichtet hatte. Erstmals in der Liga wurde dabei die Szene auf den Vidiwalls gezeigt und die Entscheidung danach via Mikrofon verlautet. Die Fans und zahlreiche Clubverantwortliche waren erzürnt.

15:1-Tore in Heimspielen

Im Endeffekt fiel die strittige Entscheidung nicht ins Gewicht. Rapid ließ überhaupt nichts mehr anbrennen und machte auch den Sack zu. Die Gastgeber kombinierten sich sehenswert in den Strafraum, wo Bolla nach Adamsen-Vorarbeit traf. Demir (69.) und Wurmbrand (75.) vergaben weitere Möglichkeiten, ehe Letzterer nach Bajlicz-Laufpass kaltschnäuzig auf 3:0 erhöhte. Damit bauten die Wiener ihre Heimtordifferenz auf 15:1 aus. Goalie Niklas Hedl wurde in seinem 200. Rapid-Pflichtspiel nicht gefordert.

Die Tore im VIDEO

1:0 – Ercan Kara (33.)

2:0 – Bendeguz Bolla (67.)

3:0 – Nikolaus Wurmbrand (86.)

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