Das ÖFB-Team hat zum Nations-League-Auftakt kein Spiel verloren und befindet sich auf Aufstiegskurs in die erste Divisio

Die Gewinner des ÖFB-Lehrgangs

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Vier Spiele, acht Punkte: Das ÖFB-Team blieb zum Nations-League-Auftakt ungeschlagen und befindet sich bei zwei verbleibenden Länderspielen im November auf Aufstiegskurs in die Gruppe A. Teamchef Ralf Rangnick hat eine zufriedene Zwischenbilanz gezogen. Sky wirft einen Blick auf die potenziellen Gewinner des Lehrgangs.

Insgesamt bot Rangnick 27 Spielern die Gelegenheit, Minuten zu sammeln und Eigenwerbung zu betreiben – lediglich die beiden Tormänner Lukas Jungwirth und Matteo Bignetti kamen in keinem der vier Länderspiele zum Einsatz. Mit Christian Zawieschitzky, Nikolas Veratschnig, Felix Bacher, Sascha Horvath und Vasilije Markovic feierten gleich fünf Spieler ihr ÖFB-Debüt. Mit Phillipp Mwene, David Affengruber, Alexander Prass, Carney Chukwuemeka, Junior Adamu und Christoph Lang erzielten sechs Akteure ihr erstes ÖFB-Pflichtspieltor.

Die Gewinner

Xaver Schlager

Der 29-jährige Führungsspieler absolvierte als einziger ÖFB-Kicker alle vier Spiele über die volle Distanz. Beim Heimspiel gegen den Kosovo (3:1) und in Irland (2:2) lief der Mittelfelmotor sogar als Kapitän auf. Gemeinsam mit Nicolas Seiwald agierte Schlager auf der Doppel-Sechs im Hinblick zur WM in Nordamerika stark formverbessert, sorgte für Stabilität im Mittelfeld und lieferte Inputs in der Offensive. In Erinnerung bleibt vor allem sein starker Sololauf gegen Kosovo, als er das 2:0 durch Junior Adamu sehenswert einleitete.

Mit Florian Grillitsch und Dejan Ljubicic verpassten zwei mögliche Schlager-Alternativen den Lehrgang verletzungsbedingt, LASK-Akteur Alessandro Schöpf wurde diesmal nicht ins ÖFB-Team einberufen. Debütant Horvath kam gegen Israel zu einem Kurzeinsatz. Carney Chukwuemeka und Paul Wanner stellten ihre Stärken in den offensiveren Mittelfeldpositionen unter Beweis.

Die Sky-Community bewertete Schlagers Auftritte in vier Partien mit der Durchschnittsnote 2 (Gut).

Topnote für Schlager: So bewertet die Sky-Community das ÖFB-Team

Alexander Schlager

Trotz seiner Ersatzrolle bei Werder Bremen zeigte sich Alexander Schlager gegen Israel (3:1) und im Kosovo (1:1) als starker Rückhalt. Der WM-Schlussmann konnte zwar keine weiße Weste wahren, hielt das ÖFB-Team vor allem bei schwierigen Bedingungen in Prishtina gut im Spiel und war mit starken Paraden ein Mitgarant für den Punktezuwachs.

In der Saison 2026/27 bestritt Schlager vor dem ÖFB-Lehrgang erst 90 Minuten im DFB-Pokal für Bremen. Trotz mangelnder Spielpraxis im Verein ließ sich der 30-Jährige nicht beirren. Nun kamen 180 starke Einsatzminuten dazu. Mit Christian Zawieschitzky und Florian Wiegele gibt es zwei Konkurrenten, die in ihren Klubs die Nummer Eins sind.

Gleich wie sein Namensvetter erhielt Alexander Schlager von der Sky-Community in zwei Partien die Durchschnittsnote 2 (Gut).

Werder-Stammgoalie verletzt – Chance für Schlager?

Christoph Lang

Nach seinem vielversprechenden Start in der ADMIRAL Bundesliga mit dem LASK, wo Christoph Lang fünf Treffer in sieben Partien erzielte, nutzte der Angreifer auch im ÖFB-Team die Gunst der Stunde. Als Erbe der Trikotnummer Sieben des zurückgetretenen Marko Arnautovic reichten Lang zwei Kurzeinsätze, um Werbung in eigener Sache zu betreiben. Beim Heimsieg gegen Israel lieferte der 24-Jährige in der Nachspielzeit die Vorlage für Sasa Kalajdzic zum 3:1-Endstand. Im Kosovo sorgte Joker Lang mit seinem Debüttor in der 85. Minute für den Ausgleich und folglich Punktgewinn.

Nach dem Rücktritt von ÖFB-Rekordtorschütze Arnautovic nach der WM 2026 ruhen die Hoffnungen im Sturmzentrum vorrangig auf Michael Gregoritsch und Sasa Kalajdzic. In Hinblick auf die kommenden Aufgaben des Nationalteams hat sich Lang als echte Alternative im Angriff bewährt. Komplettiert wird das Quartett der potenziellen Angreifer nach aktuellem Stand von Schalke-Legionär Adamu.

Die Sky-Community bewertete die zwei Joker-Einsätze von Lang mit der Durchschnittsnote 2 (Gut).

Paul Wanner

Hat Österreich eine neue Nummer zehn? Paul Wanner hat die begehrte Rückennummer vom verletzten Grillitsch übernommen und vor seiner eigenen Verletzung gegen den Kosovo im Happel-Stadion eindrucksvoll ausgefüllt. Gegen Israel wurde der 20-Jährige zur Pause eingewechselt, riss das Spiel in der Offensive an sich und war maßgeblich am Last-Minute-Erfolg beteiligt. Das 2:1 von Phillipp Mwene bereitete Wanner per Flanke sehenswert vor. Auch beim 3:1-Heimerfolg gegen den Kosovo lieferte Wanner einen Assist, ehe er das Feld in der 68. Minute mit einer Fußverletzung verlassen musste und der Lehrgang für ihn ein vorzeitiges Ende nahm.

Auf den Spuren von Herzog & Co. – Wanner als Erbe „der ÖFB-10“

Trotz der „nur“ 113 Einsatzminuten hat der Eindhoven-Legionär einmal mehr bewiesen, dass er die Zukunft des ÖFB-Teams in der Offensive entscheidend mitprägen kann. Mit seinen fußballerischen Qualitäten stellt Wanner im offensiven Mittelfeld eine große Bereicherung für die Rangnick-Elf dar. Auf welcher Position Wanner langfristig eine Rolle spielen wird, wird sich wohl erst nach der Rückkehr von Christoph Baumgartner (und möglicherweise Marcel Sabitzer) zeigen.

Die Sky-Community gab Wanner die Durchschnittsnote 1,5 (Sehr Gut/Gut).

Patrick Wimmer

Patrick Wimmer hat sich auf der rechten Offensivseite des ÖFB-Teams mit starken Leistungen weiter festgespielt und gilt als Antreiber, der auf dem Platz mit Einsatz und Leistung vorangeht. Mit 315 Einsatzminuten stand der Hoffenheim-Legionär nach Xaver Schlager am zweitlängsten auf dem Platz und steuerte zwei Vorlagen bei. Bei der Aufholjagd in Irland zählte der 25-Jährige zu den Garanten für den Punktgewinn.

Wimmer: „Wichtig, dass wir nach der WM eine Reaktion zeigen“

Einziger Kritikpunkt bei Wimmer ist die nötige Konsequenz vor dem Tor, denn nach 36 Länderspielen hält der Niederösterreicher erst bei einem Treffer in Rot-Weiß-Rot. Konkurrenten gibt es auf den drei Offensiv-Positionen im Mittelfeld genug, aktuell liegt der Vorteil auf der rechten Seite jedenfalls bei Wimmer.

Von der Sky-Community bekam Wimmer die Durchschnittsnote 2,25 (Gut).

Kevin Danso

Kevin Danso stand in drei von vier Spielen über 90 Minuten auf dem Platz, in Dublin war der designierte Abwehrchef mit einer Gelbsperre zum Zusehen verdammt. Sowohl zum Auftakt gegen Israel als auch beim zweiten ÖFB-Sieg gegen den Kosovo glänzte der 28-Jährige auf ganzer Linie als zweikampfstarker Stabilisator im Defensivverbund. Auch in Pristina zählte Danso zu den am besten benoteten ÖFB-Akteuren.

Bemerkenswert auf alle Fälle, dass Danso in allen drei Auftritten jeweils mit unterschiedlichen Innenverteidiger-Partnern das Duo im Abwehrzentrum bildete: gegen Israel mit Philipp Lienhart, gegen den Kosovo mit David Affengruber und zum Abschluss des Lehrgangs mit Debütant Felix Bacher. Mit 39 Länderspielen zählt der Sunderland-Verteidiger zu den erfahrensten Defensivspielern im aktuellen Kader. In der Innenverteidigung hat Teamchef Rangnick die Qual der Wahl: Neben den vier bereits genannten Namen stehen noch Leopold Querfeld, Michael Svoboda, Marco Friedl, Stefan Posch und der etatmäßige Kapitän David Alaba zur Auswahl. Gerade der Gesundheitszustand von Alaba dürfte im Hinblick auf die EM-Quali im Frühjahr 2027 ausschlaggebend sein.

Die Sky-Community belohnte Danso in drei Partien mit der Durchschnittsnote 1,33 (Sehr Gut)

Nächster Lehrgang im November

Der nächste ÖFB-Lehrgang findet Mitte November statt. Mit einem Heimsieg am 14. November in Linz gegen Irland wäre der Gruppensieg und der Aufstieg in die Liga A bereits vorzeitig fixiert.

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