FIA will Antriebsprobleme aufarbeiten - Verstappen übt Kritik

FIA will Antriebsprobleme aufarbeiten – Verstappen übt Kritik

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Der Automobil-Weltverband FIA hat nach den ungewöhnlichen Motorenaussetzern vor dem Formel-1-Rennen in Malaysia eine Aufarbeitung angekündigt. Diese werde „gemeinsam mit den Teams und den Herstellern der Antriebseinheiten“ stattfinden, hieß es in einem Statement am Sonntag nach dem Rennen.

Vor dem Grand Prix, den Max Verstappen im Red Bull gewann, hatten zahlreiche Autos auf der Formationsrunde nicht mehr beschleunigen können, einige blieben gar auf der Strecke stehen.

Zuvor hatte es stark geregnet, in den neuen Hybrideinheiten mit beinahe 50-prozentigem Elektroanteil waren daher besondere Einstellungen für die Fahrt auf nasser Strecke notwendig. Diese veränderten Settings führten letztlich zu den Problemen. Das Rennen begann aufgrund des Regens und der notwendigen Softwareanpassungen in den Boliden mehr als anderthalb Stunden später als geplant.

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Verstappen, ohnehin großer Kritiker der neuen Power Units, sah sich am Sonntag erneut bestätigt. „Das ist unser Problem: Dass die Motoren so kompliziert sind, dass sie so sehr von der Software abhängen“, sagte er: „Das ist nicht, was wir in diesem Sport haben wollen. Ich hoffe, dass wir daraus lernen.“

Das Statement der FIA nach dem Rennen gab Einblick in die Komplexität der Technik in den Formel-1-Autos. Auf der Formationsrunde vor dem Rennen habe „eine beispiellose Kombination aus niedriger Motordrehzahl, geringer Haftung, Einstellungen für das Energiemanagement bei Regenwetter und der Sektorkonfiguration der Strecke zu einem unbeabsichtigten Leistungsverlust bei einer Reihe von Fahrzeugen“ geführt, hieß es. Die zuständige Abteilung der FIA habe daraufhin „die Energiebeschränkung in den betroffenen Sektoren durch ein Software-Update“ entfernt. Dieses mussten die Teams in ihren Boliden installieren, um anschließend das Rennen ohne Probleme starten zu können.

Untersuchung angekündigt

Auch der Technische Direktor der FIA, Nikolas Tombazis, sprach von einer Kombination mehrerer Ereignisse. „Das hat die Software durcheinander gebracht, sodass die Autos nicht mehr beschleunigen konnten.“ Aus Sicherheitsgründen wegen des Regens und der nassen Strecke waren die Settings verändert worden für die Antriebe. In diesem Jahr kommen 50 Prozent der Leistung vom Verbrennermotor, 50 Prozent von der Batterie. Doch das ging schief, weil die Erfahrung mit solchen Verhältnissen fehlte.

Ein Imageschaden dürfte der FIA bzw. der Formel 1 damit gewiss sein, rühmt man sich doch, die Königsklasse und der Gipfel des Motorsports zu sein. Es habe „große Panik“ geherrscht, als sie alle keine Power hatten, erinnerte sich Hamilton an die absurden Szenen, als die leistungsstarken Rennwagen im Schritttempo über den nassen Asphalt schlichen oder gar stehen blieben.

„Die Formel 1 verwandelte sich (…) in Malaysia in eine ‚Formel Farce‘, als die angeblich modernsten Autos der Welt auf nasser Fahrbahn nicht vorankamen“, spottete die „Daily Mail“ in England. Die FIA kündigte eingehende Untersuchungen an. Schon am kommenden Wochenende steht das nächste Rennen im benachbarten Singapur an.

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