Gall nach zweimonatiger Pause zurück im Rennsattel
Radprofi Felix Gall steigt am Samstag nach zweimonatiger Pause bei der Clasica San Sebastian wieder ins Wettkampfgeschehen ein.
Das Eintagesrennen im Baskenland dient dem Osttiroler als Härtetest für die Vuelta a Espana, kommende Woche fährt er auch noch die Burgos-Rundfahrt. Bei der Vuelta will Gall ab 22. August auf seinen zweiten Podestplatz bei einer Grand Tour losgehen. Den Giro d’Italia im Mai hatte er als Zweiter hinter Jonas Vingegaard hervorragend absolviert.
Galls gemeinsamer Wechsel mit Gregor Mühlberger vom Decathlon-Team zu Lidl-Trek sollte in den kommenden Wochen bestätigt werden. Offiziell bekanntgegeben werden können Transfers ab 1. August. An diesem Tag trifft der aus einem Höhentrainingsblock kommende Gall in Nordspanien über 221 Kilometer und 4.200 Höhenmeter auf einige Vuelta-Rivalen. „Ich freue mich sehr, nach einem wirklich guten Trainingslager in Les Arcs wieder Rennen zu fahren. Das Ziel ist natürlich die Vuelta, aber San Sebastian ist eine ideale Gelegenheit, die Beine zu testen. Für mich wird es darum gehen, aggressiv zu fahren und einen guten Tag zu haben“, sagte Gall. Mühlberger wird nach seinem Ö-Tour-Sieg erst wieder bei der Vuelta an der Seite von Gall antreten.
Cavallar bei Frauen-Tour mit Ventoux als Helferin gefragt
Ebenfalls ab Samstag beginnt von Lausanne ausgehend die Tour de France der Frauen. Mit Christina Schweinberger und Valentina Cavallar treten zwei Österreicherinnen an. Kletterspezialistin Cavallar, heuer bereits Neunte beim Giro und Zwölfte bei der Vuelta, wird wieder viel für ihre SD-Worx-Kapitänin Anna van der Breggen arbeiten müssen. „Wir wollen mit Anna auf das Podium, daher gilt es sie so gut es geht zu unterstützen, vor allem in den Anstiegen. Ich will meinen Job gut machen, und hoffe dann noch ein gutes Ergebnis einzufahren“, sagte Cavallar. Das Highlight der neuntägigen Tour ist auch für sie die Bergankunft am legendären Mont Ventoux. „Ich bin ihn noch nicht gefahren. Ich hoffe. es ist oben nicht zu windig, ansonsten sollte er mir ganz gut liegen“, sagte die ehemalige Olympia-Ruderin und betonte: „Ich würde es ja bevorzugen, mehr solcher Bergetappen zu haben.“
Die routinierte Schweinberger soll ihre Fenix-Teamkolleginnen im flacheren Terrain zu Topergebnissen führen. Das Einzelzeitfahren am vierten Tag bietet der ehemaligen WM-Dritten aber auch die Möglichkeit für einen eigenen Spitzenplatz. Titelverteidigerin ist die Französin Pauline Ferrand-Prevot (Visma), mit der Niederländerin Demi Vollering (FDJ) wird ebenfalls zu rechnen sein.