Hartberg, bist du großer Söhne!
Der TSV Hartberg setzt in dieser Saison mit seinem Kader nicht nur auf junge, talentierte Spieler, sondern bringt auch eine besondere Häufung mit.
Gleich fünf Spieler im aktuellen Kader sind Söhne ehemaliger Sportgrößen oder aktueller Fußballtrainer oder -funktionäre. Sky wirft einen Blick auf die Hartberg-Profis und deren Eltern bzw. Elternteile.
Konstantin Schopp
Das wohl auffälligste Beispiel in dieser Riege ist Konstantin Schopp, Sohn des aktuellen Hartberg-Cheftrainers Markus Schopp. Der 20-jährige Innenverteidiger wurde bei Sturm Graz ausgebildet, ehe er zum FSV Mainz 05 wechselte. Im Jänner dieses Jahres wurde er vom TSV Hartberg ausgeliehen, die Leihe läuft bis Sommer 2027. Für die Oststeirer entwickelte er sich zu einem soliden Bestandteil der Verteidigung.
Sein Vater Markus ist bereits in seiner dritten Amtszeit beim TSV, er übernahm im Sommer von Manfred Schmid. In seiner aktiven Karriere spielte Schopp für Sturm Graz, Brescia Calcio, den Hamburger SV, Red Bull Salzburg und die New York Red Bulls sowie 56-mal für das österreichische Nationalteam.

„Trennen das gut“ – Konstantin Schopp über Vater als Trainer:
Lukas Fridrikas
Gleich zwei aus dem Sport bekannte Eltern hat Hartberg-Profi Lukas Fridrikas. Sein Vater Robertas war ebenfalls Stürmer und erzielte zwischen 1992 und 1994 in 72 Spielen für die Wiener Austria 18 Tore. Noch erfolgreicher in ihrer Sportart war Lukas‘ Mutter: Ausrele „Ausra“ Fridrikas war eine Reisende in Sachen Handball und spielte in Dänemark, Norwegen, Spanien und Litauen. Ihre Heimat fand sie jedoch in der Südstadt in Niederösterreich. Insgesamt neun Jahre spielte sie bei Hypo Niederösterreich und gewann in dieser Zeit fünfmal die Champions League bzw. den Europacup der Meister. Sie war der Star in der internationalen Truppe des Handball-Gurus Gunnar Prokop und wurde 1999 sogar zur Welthandballerin gewählt.
International spielte Fridrikas für die sowjetische Frauen-Handballnationalmannschaft, später für Litauen und zuletzt für Österreich.

Lukas selbst hat bereits einige Stationen im österreichischen Fußball in seiner Vita stehen. Bevor er 2025 nach Hartberg kam, war er unter anderem bei Altach, Austria Lustenau, Austria Klagenfurt, Wacker Innsbruck, FC Dornbirn und Wiener Neustadt aktiv. In seiner Jugend war Fridrikas in der Akademie von Red Bull Salzburg.
Simon Freund
Der 21-jährige Defensivspieler kam erst im August vom SV Seekirchen zu den Hartbergern. Mit seinem Ex-Klub spielte er im Juli noch im ÖFB-Cup gegen den SK Sturm Graz (0:3), für den TSV Hartberg gab es bislang noch keinen Profieinsatz, dafür aber fünf Spiele für die Zweitvertretung (ein Tor).
Simon ist der Sohn von Christoph Freund, seit 2023 Sportdirektor beim FC Bayern München, zuvor beim FC Red Bull Salzburg für die sportlichen Geschicke zuständig. Erst vor Kurzem verlängerte der 49-Jährige seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister bis 2029.

Simons Bruder Nikolaus (19) ist zentraler Mittelfeldspieler und aktuell in der ADMIRAL 2. Liga bei Hertha Wels aktiv.
Nikolaus Feldhofer
Ein weiterer Spieler- bzw. Trainersohn in den Reihen des TSV Hartberg ist Nikolaus Feldhofer, Sohn von Ferdinand Feldhofer. Dieser war bis zuletzt Trainer beim GAK, davor unter anderem bei Cercle Brügge, Dinamo Tiflis, dem SK Rapid, dem WAC und dem SV Lafnitz als Cheftrainer tätig.
Feldhofer absolvierte zudem eine erfolgreiche Spielerkarriere: 165 Spiele für Sturm Graz, 91 für den SK Rapid und 80 für Wacker Innsbruck stehen zu Buche. 13-mal spielte er für das ÖFB-Team, dreimal wurde er österreichischer Meister, einmal ÖFB-Cupsieger.

Feldhofer junior wechselte im Sommer 2025 aus der Jugend des FC Red Bull Salzburg nach Hartberg und kam in dieser Saison immer wieder zu Kurzeinsätzen für die Profis.
Magnus Dalpiaz
Der 19-jährige Außenverteidiger ist aktuell vom FC Bayern München II ausgeliehen und bis zum Ende der Saison beim TSV Hartberg. Er ist der Sohn von Claus Dalpiaz, dem ehemaligen österreichischen Eishockey-Torhüter. Mit über 140 Einsätzen für die Nationalmannschaft ist Dalpiaz der Rekordhalter unter den heimischen Eishockey-Goalies.

Magnus Dalpiaz kommt für die Oststeirer bis dato auf vier Einsätze in der Bundesliga und zwei Spiele im Cup.
David Korherr, der zuletzt vermehrt für die zweite Mannschaft des TSV zum Einsatz kam, ist allerdings nicht der Sohn von Hartberg-Obmann Erich Korherr, sondern lediglich der Neffe.
