Jürgen Klopp hat einen Stolperstart als deutscher Fußball-Bundestrainer hingelegt

Klopp will gegen Serbien DFB-Negativrekord verhindern

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Ein 1:1-Remis in den Niederlanden, eine 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland: Jürgen Klopp hat einen Stolperstart als deutscher Fußball-Bundestrainer hingelegt. Nun droht dem Star-Coach im Nations-League-Heimspiel gegen Serbien am Donnerstag (20.45 Uhr) in München sogar ein Negativrekord. Denn sollte der DFB-Auswahl erneut kein Sieg gelingen, wäre Klopp der erste deutsche Teamchef, der in seinen ersten drei Spielen mit der Nationalmannschaft sieglos bleibt.

Die Startstatistik tangiert Klopp aber wenig. „Lieber ein schlechter Start als ein schlechtes Ende“, sagte der 59-Jährige, der in seinem dritten Länderspiel bereits auf eine Wende hofft. Seit vier Spielen wartet Deutschland auf einen Sieg, die ohnehin schon geschundene deutsche Fußball-Seele sehnt sich nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay wieder nach erfolgreicheren Zeiten. „Wir sind keine Topmannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen“, urteilte Ex-Kicker Bastian Schweinsteiger, der nun als TV-Experte arbeitet.

Neue Spieler für Klopp

Es gebe keinen Grund, in eine Depression zu verfallen, entgegnete Klopp nach seinem missglückten Heimdebüt. „Es gab einige Erkenntnisse, die ich nicht haben wollte. Gekriegt habe ich sie trotzdem.“ Beim „Wiesn-Spiel“ in München, wo derzeit das Oktoberfest stattfindet, werden Klopp diese Erkenntnisse wohl aber nur wenig bringen. Denn gegen Serbien und im Rückspiel gegen Griechenland am Sonntag kommt der zweite Teil seines XXL-Aufgebotes zum Einsatz. Nur sechs Spieler durften bleiben, Kapitän Joshua Kimmich musste wie viele andere abreisen.

Der ehemalige Liverpool- und Dortmund-Trainer hatte zwei verschiedene Aufgebote für die ersten vier Nations-League-Begegnungen nominiert. Nun sollen es 25 Profis um Serge Gnabry, Florian Wirtz und Nick Woltemade richten. Neun von den Einberufenen, darunter Tormann-Debütant Jonas Urbig, haben noch keinen Länderspieleinsatz und sollen sich für weitere Aufgaben empfehlen. Gegen die in der Nations League noch punktlosen Serben, die ihre ersten beiden Begegnungen gegen Griechenland und die Niederlande jeweils mit 1:2 verloren haben, sind die Deutschen freilich trotzdem in der Favoritenrolle.

Schlotterbeck wohl out

Zittern muss Klopp um BVB-Star Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund zog sich beim Abschlusstraining am Mittwoch in Herzogenaurach eine Knöchelverletzung zu. Schlotterbeck wurde danach direkt zu einer MRT-Untersuchung gebracht.

Der 26-Jährige schlug nach der Szene die Hände vors Gesicht und wälzte sich am Boden. Schlotterbeck hatte im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste bereits eine schwere Sprunggelenksverletzung erlitten und fiel danach mehrere Monate aus. Im Sommer war das linke Sprunggelenk betroffen, nun hat er sich am rechten verletzt.

Nächster Rückschlag für Klopp: Schlotterbeck im Training verletzt

Ronaldo-Causa sorgt für Spannungen bei Portugal

Bei den Portugiesen, die am Donnerstag (20.45) in Kopenhagen gegen Dänemark auf den dritten Sieg im dritten Spiel der Gruppe A4 hoffen, herrscht indes kalte Luft zwischen Superstar Cristiano Ronaldo und Trainer Jorge Jesus. Beim 2:1-Auswärtssieg der „Selecao“ am Sonntag in Norwegen kam der 41-Jährige nicht zum Einsatz, saß 90 Minuten auf der Bank und verabschiedete sich danach nicht mit seinen Teamkollegen von den mitgereisten Fans. Jorge Jesus soll Ronaldo vor dem Spiel mitgeteilt haben, ihn in der zweiten Hälfte für etwa 30 Minuten einzuwechseln. Angesichts der knappen Führung hatte sich der Coach aber gegen einen Einsatz des Al-Nassr-Stürmers entschieden.

Für Ronaldo ein seltenes Ereignis, erstmals seit 18 Jahren saß er bei der Nationalmannschaft in einem Pflichtspiel über die komplette Spielzeit auf der Bank. Am Dienstagabend soll es im Teamhotel in Malmö aber zu einer „positiven“ Aussprache zwischen Ronaldo und Jorge Jesus gekommen sein, wie portugiesische Medien berichteten. Zuvor hatte der Nationalheld nicht mehr mit der Mannschaft trainiert und sich auf Einheiten im Fitnessstudio beschränkt.

Auch Verbandschef reist an: Ronaldo-„Krise“ hält Portugal in Atem

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