LASK vor CL-Playoff mit „wunderbarer Bilanz“
Der LASK-Express rollt auch in der neuen Saison weiter. Das 4:1 im Oberösterreich-Duell mit der SV Ried war am Freitag übergreifend der neunte Pflichtspielsieg des Double-Gewinners in Folge.
Die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga ist bei einer laut Trainer Dietmar Kühbauer „wunderbaren Bilanz“ von neun Punkten und 9:1 Toren die logische Folge. Der Einstieg ins europäische Geschäft kann da kommen. Am Mittwoch wartet im Champions-League-Playoff-Hinspiel Celtic Glasgow.
Der siebente Ligasieg in Folge schien nur in der Anfangsphase in Gefahr, wo Rieds Pape Sissoko (8.) den Großteil der 14.507 Fans in der Raiffeisen Arena mit dem überraschenden Führungstreffer schockte. Der diente schlussendlich aber als Weckruf zur rechten Zeit. Samuel Adeniran (10., 27.) und Moses Usor (17.) drehten die Partie noch vor der Pause. Danach sorgte „Joker“ Christoph Lang (57.) für den Endstand. „Bei einem 4:1 muss man zufrieden sein. Hätte mir das vor dem Spiel jemand gesagt, hätte ich es unterschrieben“, sagte Kühbauer.
LASK mit hoher Effizienz
Begonnen habe man allerdings „richtig schlecht“, solche Fehler wie vor dem 0:1 dürfe man nicht machen. „Wichtig war aber, dass wir schnell den Ausgleich erzielt haben. Danach haben wir ein gutes Spiel gemacht und unsere Chancen genutzt, gegen einen Gegner, der überfordert war“, meinte der Burgenländer. Vor allem in der Offensive ist der Konkurrenzkampf enorm hoch. „Mo (Anm.: Usor) und Sam (Anm.: Adeniran) haben heute ein gutes Spiel gemacht, aber Langi macht Druck auf sie. Er hat es verstanden, dass er sein Spiel verändern hat müssen“, sagte Kühbauer.
Adeniran hatte in der 55. Minute für Lang Platz gemacht, auch da der US-Amerikaner angeschlagen war. Genauso hatten übrigens auch Sascha Horvath und Kasper Jörgensen Probleme. Kühbauer gab allerdings Entwarnung, bezeichnete die Wechsel nur als „Vorsichtsmaßnahme“. Bis Mittwoch ist für das Trio noch etwas Zeit, um sich von den Blessuren zu erholen. „Celtic ist mit Ried nicht vergleichbar und über uns zu stellen, da braucht es nur fitte Spieler, die von der ersten Minute an voll reingehen“, sagte der LASK-Coach. Insgesamt brauche man „in allen Belangen eine weitaus bessere Leistung“, da man in internationalen Spielen noch mehr leisten müsse.
Zeigen will man im Celtic Park jedenfalls auch die Offensivkünste. „Nur zu verteidigen wäre dort nicht das Allerbeste. Wir brauchen eine ausbalancierte Leistung“, erläuterte der 55-Jährige. Seine Kicker treten mit breiter Brust an, der Traum von der Premieren-Teilnahme an der „Königsklasse“ soll zudem Flügel verleihen. „Wir haben einen guten Saisonstart hingelegt, mit der Mannschaft ist auch gegen Celtic auf jeden Fall was möglich“, sagte Lang. Und Usor ergänzte: „Wir freuen uns und sind bereit. Es wäre der nächste Schritt für uns, auch international aufzuzeigen.“
Rieder waren in „vielen Situationen Zweiter“
Eine Rolle kann auch Robert Ljubicic spielen, der gegen Ried in der 74. Minute wegen eines überharten Einsteigens gegen Jonas Mayer ausgeschlossen wurde, da seine Sperre auf nationale Partien beschränkt ist. „Die Rote Karte ist das Einzige was mich heute stört“, befand Kühbauer. Bei den Innviertlern waren es verständlicherweise mehrere Sachen. „Der Gegner hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt, generell war es nicht gut genug“, meinte Ried-Trainer Mario Despotovic. Auch Tormann Andreas Leitner sah das so: „Über große Strecken sind wir nicht so in die Duelle reingegangen, wie es sich gehört. Wir waren in vielen Situationen Zweiter, dann ist der LASK zu stark, dass man eine Chance hat.“
Am kommenden Freitag gibt es im Heimspiel gegen den GAK die nächste Chance auf den ersten Sieg. In dieser Partie müsse man laut Despotovic eine bessere Restverteidigung haben, im Ballbesitz schneller und effizienter sein sowie auch im Pressing noch aggressiver. „Natürlich ist bei uns ein Umbruch und es klappt noch nicht alles 100 Prozent. Jetzt heißt es aber Kopf in die Höhe“, sagte Ante Bajic, dessen Team erst einen Punkt gesammelt hat.
