ManCity Finanzskandal

ManCity im Finanzskandal offiziell schuldig gesprochen

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Manchester City ist wegen schwerwiegender Verstöße gegen Finanzregeln offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden.

Das teilte die Premier League am Dienstag mit, nachdem eine unabhängige Kommission zu dem Entschluss gekommen war. Der Verein kann gegen die Feststellungen bis Freitag Berufung einlegen. Über die Sanktion wird in einer gesonderten Anhörung entschieden. Die Entscheidung der von der Liga eingesetzten Kommission zeigt laut Richard Masters, dem Liga-Boss, „detailliert, wie der Verein fast ein Jahrzehnt lang systematisch gegen die Regeln“ verstoßen hat.

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In einer Stellungnahme kündigte ManCity an, die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen. Der Klub sei „sowohl enttäuscht als auch überrascht“ und erklärte, „unschuldig hinsichtlich der von der Premier League erhobenen Vorwürfe“ zu sein.

Am Freitag waren die Vorwürfe erstmals an die Öffentlichkeit gelangt. The Athletic schrieb von 114 von 115 Anklagepunkten, in denen die Engländer schuldig seien. Die Vorwürfe zielen auf das Geschäftsgebaren der Klubbesitzer aus Abu Dhabi, die City 2008 übernommen hatten.

Scheingeschäfte und Überschreitung der Ausgabengrenzen

Die Kommission stellte u.a. fest, dass der Club mit einer Reihe seiner kommerziellen Partner Scheinkontrakte, welche die tatsächliche Vereinbarung zwischen den Parteien falsch darstellten, abgeschlossen habe, so die Liga. Außerdem habe der Club Konstrukte genutzt, „um die Einnahmen des Vereins künstlich aufzublähen und seine Kosten im betroffenen Zeitraum um mehr als 900 Millionen Pfund (1,05 Mrd. Euro) zu senken, um den Anschein zu erwecken, die Finanzregeln einzuhalten“.

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Der Verein habe falsche Jahresabschlüsse vorgelegt und die Ausgabengrenzen der Premier League und der UEFA „erheblich“ überschritten. Während der Untersuchung habe Manchester City mehrfach gegen seine Pflichten zur Zusammenarbeit verstoßen. Der Club bestreitet weiterhin jegliches Fehlverhalten und kündigte Berufung gegen die Entscheidung an. Alle denkbaren Sanktionen der Premier League liegen den Medienberichten zufolge weiter auf dem Tisch. Sie reichen von einer Geldstrafe über Punktabzüge und die Aberkennung von Titeln bis zu einem möglichen Zwangsabstieg. Die Liga selbst sprach offiziell von „Geldstrafen, Punktabzügen und sonstigen sportlichen Sanktionen“.

City schon einmal angeklagt

2014 war City von der UEFA schon einmal wegen Verstößen gegen das „Financial Fairplay“ des europäischen Verbands angeklagt worden. Damals lautete der Vorwurf unter anderem, dass der Club verdeckte Zuwendungen aus Abu Dhabi erhalten habe, weil Sponsorengelder deutlich über dem eigentlichen Werbewert verbucht worden seien. Auch damals wies City alle Anschuldigungen zurück. Ein zweijähriger Ausschluss aus der Champions League wurde vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro umgewandelt.

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