Nächster Verbandswechsel: ÖFB-Youngster künftig für Kosovo

Nächster Verbandswechsel: ÖFB-Youngster künftig für Kosovo

•

Für Florent Hajdini waren die beiden vergangenen Tage eine emotionale Achterbahn.

Der 20-Jährige steht für den November-Lehrgang des österreichischen U21-Nationalteams zunächst auf Abruf. Doch keine 48 Stunden später entscheidet sich Hajdini um.

„Für mich war das eine absolute Herzensangelegenheit. Die letzten zwei Tage waren für mich ein absoluter Wahnsinn“, so Hajdini im Sky-Gespräch, der sich für das Heimatland seiner Eltern, dem Kosovo, schlussendlich entschied.

Mit ausschlaggebend: ein ausführliches Telefonat mit Kosovos U21-Teamchef Hekuran Kryeziu, 247 Spiele in der Schweizer Super League, 29 Teamspiele für den Kosovo. Auch Kryeziu wechselte die Nationalmannschaft, nachdem er in seiner gesamten Jugend-Laufbahn für die Schweizer U-Teams auflief.

Doch dass der rasche Wechsel überhaupt klappt, hat Hajdini dem Trainer des SKU Amstetten, Andreas Gahleitner, zu verdanken. Gahleitner fungiert neben seiner Cheftrainer-Rolle in der ADMIRAL 2. Liga außerdem als Co-Trainer von Peter Perchtold im U21-Nationalteam.

Hajdini: „Der Trainer hat meinen Wunsch verstanden“

„Der Trainer hat meinen Wunsch, für den Kosovo auflaufen zu dürfen, verstanden. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Natürlich bin ich auch dem ÖFB dankbar, ich habe von der U16 bis zur U19 für Österreich auflaufen können, letztendlich war es keine Entscheidung gegen den ÖFB sondern für den Kosovo“, sagt Hajdini, der über die Red Bull-Akademie und dem Wolfsberger AC im Sommer bei Amstetten eine neue sportliche Heimat fand.

Ob der Sprung ins A-Team des Kosovo das nächste große Ziel ist, beantwortet Hajdini nüchtern: „Natürlich ist das ein großes Ziel, jeder möchte ganz nach oben, sowohl mit dem Verein als auch im Nationalteam. Ich bin jung und hungrig, aber lasse die Kirche mal im Dorf, alles Step by Step. Bei Amstetten habe ich ein tolles Umfeld, wo ich mich von Training zu Training weiterentwickeln kann, beim Kosovo sehe ich eine richtig gute Entwicklung, wo ich meinen Teil dazu beitragen möchte.“

Hajdini könnte in Zukunft der nächste Spieler sein, der den Sprung aus Österreich in die kosovarische Nationalmannschaft schaffen könnte. Zuvor wechselten Atdhe Nuhiu, Vesel Demaku und zuletzt Dardan Shabanhaxhaj vom ÖFB zum Balkan-Staat, der seit 2016 UEFA und FIFA-Mitglied ist.

Werbung