Neues Nationalstadion: ÖFB-Boss Pröll setzt große Hoffnung in Hacker-Termin

Neues Nationalstadion: ÖFB-Boss Pröll setzt große Hoffnung in Hacker-Termin

In der Diskussion um die mögliche Errichtung einer Eventarena in Wien setzt ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll große Hoffnungen in das Treffen mit Wiens Sportstadtrat Peter Hacker.

Das Gespräch, an dem auch Österreichs Fußball-Teamchef Ralf Rangnick teilnehmen wird, soll noch im November über die Bühne gehen. „Wichtig ist, dass nicht übereinander, sondern miteinander geredet wird“, sagte Pröll der APA.

Rangnick hatte sich zuletzt wieder öffentlich für die Multifunktionsarena ausgesprochen, die auch Pröll ein Anliegen ist. „Ich finde es gut, dass diese Debatte geführt wird. Ich verstehe die Politik, die sagt, wir haben klamme Kassen und schwierige öffentliche Budgets – trotzdem werden wir von diesem Ziel nicht abgehen“, erklärte der ÖFB-Chef.

Rangnick hatte zuletzt neuerlich betont, es gebe Investoren, die bereit wären, den Bau der Arena zu bezahlen. „Wenn wir über Investoren reden, reden wir darüber, dass es gar keine Steuergelder kostet. Die Stadt Wien würde es überhaupt nichts kosten“, meinte der Deutsche.

Rangnick: Happel-Areal wäre „bester Standort“ für neues Nationalstadion

Hacker „gespannt“ auf Stadionpläne

Hacker zeigte sich in diesem Zusammenhang abwartend und teilte der APA mit: „Ideen rund um neue Stadien in Österreich gibt es viele, wie im Fußball zählt aber am Ende das Ergebnis. Daher bin ich sehr gespannt auf die vom ÖFB durch den Teamchef angekündigten Investoren sowie deren konkreten Pläne und freue mich auf die Präsentation dieser.“

Hacker kennt laut eigenen Angaben keine konkreten Investorenpläne, was laut Pröll in der Natur der Sache liegt. „Kein Investor kann einen belastbaren Businessplan vorlegen, wenn er nicht weiß, wo, wann und was er planen kann.“ Es handle sich hier um „ein Henne-Ei-Problem, das wir lösen müssen“, so Pröll.

Die Debatte um die Mehrzweckarena, für die laut Rangnick der Standort des in die Jahre gekommenen Happel-Stadions im Prater am besten geeignet wäre, fällt in eine Zeit, in der ein großes Immobilienprojekt in Wien offenbar an der Kippe steht. Laut diversen Medienberichten ist es nicht ausgeschlossen, dass die in St. Marx geplante Eventhalle gar nicht errichtet wird, was wiederum den Bau des Multifunktionsstadions begünstigen könnte.

„Mein Gedächtnis funktioniert noch“: Rangnick kontert Hacker in Stadionfrage