ÖFB-Frauen wollen souverän in 2. Playoff-Runde einziehen

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Die Tür steht offen, jetzt gilt es nur noch durchzugehen: Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat nach dem Hinspiel-2:1-Sieg im Kosovo im Kampf um den Einzug in die 2. und letzte Playoff-Runde auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien alle Trümpfe in der eigenen Hand. Gespielt wird am Dienstag (18.00 Uhr) wie auch schon bei der Premiere von ÖFB-Teamchef Lars Söndergaard auf dem Sport-Club-Platz in Wien. Damals gab es in Dornbach gegen Slowenien einen 1:0-Erfolg.

„Das letzte Mal waren wir hier erfolgreich, ich erwarte, dass das auch morgen so sein wird“, sagte Söndergaard. Der Erfolg in Pristina sei sehr wichtig gewesen und sorge für eine gute Ausgangsposition. „Wir haben aber erst die erste Halbzeit gespielt, haben gesehen, wo die Stärken des Gegners liegen und gehen mit einem gewissen Respekt ins Spiel“, erläuterte der Däne. Der erste und zugleich einzig wirklich gelungene Konter führte in der ersten Partie zur frühen Kosovo-Führung durch Ereleta Memeti (14.).

Laut Puntigam „Gegenpressing mitentscheidend“

„Sie sind im Hinspiel wirklich sehr tief gestanden und das hat für sie funktioniert. Wir sind aber auch vorbereitet darauf, wenn sie diesmal höher stehen“, sagte Söndergaard. Wichtig sei es jedenfalls, gegen Memeti und die diesmal in der Startelf erwartete Modesta Uka „nicht im Eins-gegen-eins“ zu verteidigen. Laut ÖFB-Kapitänin Sarah Puntigam werde das Gegenpressing mitentscheidend sein. „Dass wir, sobald wir den Ball verlieren, sofort da sind, ihnen gar nicht die Chance geben, dass sie ihre Topspielerinnen einsetzen können.“

Statt einem Fehlstart wie in Pristina, wo Nicole Billa erst in der 81. Minute zum 2:1 traf, soll diesmal früher der Grundstein für einen Sieg des Weltranglisten-23. im Duell mit der Nummer 84 gelegt werden. Dafür muss eine Steigerung im letzten Drittel gelingen. „Wir haben ein paar Sachen adaptiert. Standards sind immer eine Waffe und mehr Flanken in die Box zu spielen, daran haben wir gearbeitet“, berichtete Marie-Therese Höbinger und nannte „Geduld und Disziplin“ als wesentliche Faktoren in der Partie. Söndergaard forderte „noch mehr Druck und noch mehr Power“ im Spiel nach vorne.

Wenger-Einsatz noch fraglich

Der Däne hatte personell vor dem Abschlusstraining „noch ein paar“ Fragezeichen. Dabei geht es etwa um die zuletzt angeschlagene Claudia Wenger, die vor einer Rückkehr in die Startelf steht. Auch die wieder fitte Sarah Zadrazil wäre nach ihrem Teamcomeback vergangene Woche eine Option. „Wir werden zwei, drei Wechsel machen“, kündigte Söndergaard an.

Die mögliche WM-Premieren-Teilnahme treibt seine Spielerinnen, darunter die 17-jährige Valentina Pötzl, die am Sonntag anlässlich ihres Einstands eine Tanzeinlage zum Besten gab, an. Dass die Stimmung bestens ist, wurde auch beim Abschlusstraining deutlich. „Es ist nicht mehr so, dass die WM ein Traum ist, sondern eher eine Motivation. Wir haben einen machbaren Weg vor uns, das muss jede anspornen“, erläuterte Höbinger. Laut Puntigam habe man durch die Männer-WM im Sommer mitbekommen, was das in Österreich für eine Euphorie auslösen könne. „Hin und wieder wird schon über die WM geredet, aber wir haben noch ein paar Hürden vor uns“, ergänzte die US-Legionärin.

Schweiz wartet wohl in 2. Runde

Die letzte wäre wohl Ende November und Anfang Dezember die Schweiz, die das Hinspiel gegen Israel 7:3 gewonnen hat. Das wie Österreich nach einem Rückstand. „Das Niveau wird immer besser, es ist alles enger zusammengerückt, jedes Team kann gut verteidigen. Deshalb ist es auch für uns gegen den Kosovo wichtig, 100 Prozent zu geben, weil 70 oder 80 könnten zu wenig sein“, meinte Zadrazil. 2.500 Karten wurden bis Montagmittag verkauft, die Haupttribüne ist ausverkauft.

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