Rangnick erklärt: Deshalb fehlt Demir im ÖFB-Teamkader
Vorerst kein ÖFB-Teamcomeback für Yusuf Demir: Der Leistungsträger von Bundesliga-Spitzenreiter SK Rapid wurde von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick nicht für die anstehenden Länderspiele in der Nations League berücksichtigt.
Trotz seiner starken Form bei den Hütteldorfern sowie wettbewerbsübergreifend sieben Toren und sechs Assists in 18 Saisoneinsätzen fehlt Demir damit weiterhin in Österreichs Aufgebot. Teamchef Rangnick erklärte seine Entscheidung unter anderem mit der internen Konkurrenzsituation: „Welche anderen Spieler gibt es auf der Position? (…) Rapid hat im Moment einen absoluten Lauf und da hat er sicher auch seinen Anteil daran. Auf der anderen Seite gibt es eben auch noch ein paar andere“, erklärt der Trainer unter anderem in Hinblick auf die erstmalige Nominerung von Sturms 17-jährigen Luca Weinhandl.
Rangnick stellt Demir baldige Nominierung in Aussicht
Trotzdem stellt Rangnick dem Ex-Barca-Spieler eine Team-Rückkehr in Aussicht: „Für ihn ist es schon mal gut und wichtig, dass er wo angekommen ist, dass er nach den vielen Wechsel bei einer Mannschaft ist, wo er gesetzt ist und gebraucht wird. Wenn er weiterhin auf höchstem Niveau spielt und performt, dann ist nicht ausgeschlossen, dass er bei einem der nächsten Lehrgänge wieder dabei ist.“
ÖFB-Kader? Demir wäre „sehr stolz, Österreich zu repräsentieren“
Im Sky-Interview nach Rapids Sieg im 351. Wiener Derby hatte Demir noch auf ein ÖFB-Comeback gehofft: „Ich bin stolz, Österreich, sobald ich kann, zu repräsentieren.“ Auch für Ex-Austria-Sportdirektor Manuel Ortlechner wäre eine Nominierung „mehr als eine Überlegung wert“ gewesen.
Darüber hinaus hätte sich auch die Sky-Community mittels Voting, wenn auch nur knapp, für eine Nominierung ausgesprochen:Rund 54 Prozent wollten den Rapid-Stammspieler im heute präsentierten Teamkader sehen.
„Erstaunlich in diesem Alter“: Rangnick über ÖFB-Teamdebütant Weinhandl
Stattdessen wurde nun unter anderem erstmals Sturm-Talent Weinhandl nominiert. Im Falle eines Debüts gegen Irland wäre der Grazer Profi nur minimal älter als Demir bei seinem Teamdebüt. Im März 2021 verhalf der damalige Teamchef Franco Foda Demir in der WM-Qualifikation gegen die Färöer zu dessen Teamdebüt – im Alter von 17 Jahren und neun Monaten, als drittjüngster ÖFB-Teamspieler der Nachkriegszeit nach David Alaba (Debüt 2009) und dem in diesem Jahr verstorbenen Hans Buzek (1955).
Es folgten in der selben Quali-Kampagne noch drei weitere Kurzeinsätze, unter anderem gegen den aktuellen Nations-League-Gegner Israel. Demir steht wie zuletzt aber nur auf der Abrufliste. Rangnick nominierte somit erneut keinen Spieler von Bundesliga-Tabellenführer Rapid.
