Verstappen Marko

„Richtiges Signal zum richtigen Zeitpunkt“: Marko begrüßt Verstappen-Verbleib

Die monatelangen Spekulationen um einen möglichen Abgang sind beendet: Max Verstappen bleibt Red Bull Racing langfristig erhalten.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister hat einen neuen Vertrag unterschrieben, der ihn bis einschließlich der Saison 2030 bindet. Das gab das österreichisch-englische Team am Donnerstag vor Verstappens Heim-Grand-Prix in Zandvoort (das Rennwochenende LIVE auf Sky Sport F1 sowie mit Sky X sehen!) bekannt. Das bisherige Arbeitspapier des 28-jährigen Niederländers wäre bis 2028 gelaufen.

Entscheidung gefallen: Verstappen verlängert bei Red Bull

Verstappen fährt seit 2016 für Red Bull in der Formel 1, davor war er unter den Fittichen des Steirers Helmut Marko zwei Jahre im hauseigenen Junior-Programm aufgebaut worden. Wegen seiner Unzufriedenheit mit der jüngsten Regelrevolution hatte es Spekulationen gegeben, dass sich der Ausnahmefahrer nach Alternativen umsehen könnte – bei anderen Teams, aber auch außerhalb der Königsklasse.

Marko: Signal „zum richtigen Zeitpunkt“

„Max ist das Aushängeschild für das ganze Team, eine Leitfigur“, sagte Marko der APA – Austria Presse Agentur. Die Verlängerung sei ein „ganz wesentlicher Faktor“. Wegen mehrerer Abgänge müsse das Team personell in naher Zukunft wieder aufstocken. „Jeder ambitionierte Ingenieur will mit dem besten Fahrer zusammenarbeiten“, erklärte Marko, der sich im Vorjahr nach mehr als 20 Jahren aus seiner Beraterrolle bei Red Bull zurückgezogen hatte. Insofern sei die Fortsetzung der Zusammenarbeit die richtige Entscheidung für beide Seiten.

„Wäre das Beste“: Helmut Marko ist klar für Verstappen-Verbleib bei Red Bull

„Es ist ein richtiges Signal genau zum richtigen Zeitpunkt“, meinte Marko. „Dadurch kommt jetzt Ruhe und Stabilität ins Team.“ Die vergangenen Monate seien teilweise hektisch und auch in der Wortwahl etwas überzogen gewesen. „Aber es geht um die Performance, da gehen Emotionen hoch. Das Resultat ist das Wichtigste.“

Verstappen will zurück an die Spitze

Mit Marko an seiner Seite war Verstappen von 2021 bis 2024 viermal in Serie Weltmeister. Einen fünften Titel verpasste er im Vorjahr gegen McLarens Lando Norris denkbar knapp. 71 GP-Siege hat Verstappen mittlerweile auf der Habenseite, mit dem neuen, seit dieser Saison gültigen Motorenreglement hat Red Bull aber noch kein Rennen gewonnen. In der WM-Wertung liegt der dominante Fahrer der vergangenen Jahre zur Saisonhalbzeit nur auf Rang sechs.

„Wir haben die besten Leute, und ich bin begeistert, mit allen zusammenarbeiten zu können, um wieder an die Spitze zu kommen“, betonte Verstappen. „Es bleibt das ultimative Ziel, auf das wir alle hinarbeiten und das wir weiterhin verfolgen.“ Was er mit Red Bull bisher erreicht habe, sei wunderbar. „Diese Reise mit demselben Team fortzusetzen, mit dem ich meine ganze Karriere zusammen bin, ist wirklich speziell und war immer das, was ich gewollt habe.“ Lob gab es zudem für die „klare Vision“, die Teamchef Laurent Mekies verfolge.

Marko hatte zuletzt öffentlich für eine weitere Zusammenarbeit mit Verstappen geworben. „Er wird entsprechende Bedingungen kundgetan haben“, sagte der 83-Jährige über seinen langjährigen Schützling. Bereits in der ersten Saisonhälfte seien Adaptierungen am Auto gemacht worden, die sich „in Ungarn nicht so schlecht dargestellt haben“, wie es Marko formulierte. Verstappen wurde im letzten Rennen vor der Sommerpause Zweiter. Auf kommenden Vollgas-Strecken wie in Monza oder Baku werde es aber wieder schwieriger.

Faktor Reglementanpassungen

Wegen einer kolportierten Ausstiegsklausel in Verstappens bisherigem Vertrag hatten die Konkurrenten Mercedes und McLaren in den vergangenen Monaten Interesse am Ex-Champion bekundet. „Die Entscheidung, unseren gemeinsamen Weg fortzusetzen, beruht auf dem Vertrauen, das Max und das Team über viele Jahre hinweg aufgebaut haben“, erklärte der Franzose Mekies, der bei Red Bull im Vorjahr Langzeit-Teamchef Christian Horner nachgefolgt war.

Red Bull in Zandvoort ohne Hadjar

Mitentscheidend für Verstappens Verbleib in der Königsklasse scheinen aber auch angekündigte Anpassungen am von ihm ungeliebten, weil stark auf Energierückgewinnung statt auf Maximalleistung ausgelegten Motorenreglement zu sein. Diese greifen in kleinen Teilen bereits kommende Saison. „Ob 2030 schon ein neuer Motor kommt oder 2031, wird man sehen“, sagte Marko. Das Motorenreglement habe aber ein Ablaufdatum. „Das hat ganz sicher eine Rolle gespielt.“

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