Salzburg bleibt in der ADMIRAL Bundesliga auf dem Vormarsch, Sturm Graz verliert das Rennen um Platz eins hingegen aus d

Salzburg setzt „Ausrufezeichen“ gegen Sturm

Salzburg bleibt in der ADMIRAL Bundesliga auf dem Vormarsch, Sturm Graz verliert das Rennen um Platz eins hingegen aus den Augen.

Dank des 3:0 im direkten Duell mit dem einstigen Angstgegner schob sich das nun 14 Pflichtspiele unbesiegte Team von Danny Röhl am LASK vorbei. Für Röhl war es das nächste „Ausrufezeichen“ nach dem davorliegenden Heimsieg gegen Leader Rapid. Sturm durfte hadern. Die Grazer betrieben viel Aufwand, die Offensivflaute hielt aber in Wals-Siezenheim an.

„Wir gehen jetzt beruhigt in die Länderspielpause und möchten nachher unsere Serie fortsetzen“, beschrieb Salzburgs Innenverteidiger Valentin Zabransky die Gefühlslage beim Tabellenzweiten. 4:1 gegen die Austria, 5:1 gegen Rapid und nun 3:0 gegen Sturm – die drei jüngsten Heimspiele verliefen ganz nach Gusto der „Bullen“. Dabei stand die Partie gegen Sturm – von Salzburg davor sechs Spiele unbesiegt – lange auf des Messers Schneide. 70 Minuten waren die Grazer nicht nur ein ebenbürtiger Gegner, sie waren den Salzburgern auch lange überlegen. Das gaben die Sieger auch zu. In diesen Phasen ließen sie aber kaum eine wirklich gefährliche Szene im eigenen Strafraum zu.

HIGHLIGHTS | Red Bull Salzburg – SK Sturm Graz | 7. Runde

Röhl sieht trotzdem Verbesserungspotenzial

„Ein großes Geheimnis ist im Moment unsere defensive Stärke“, meinte Kevin Boma. Der gebürtige Franzose glänzte nicht nur als Abwehrchef, sondern köpfelte auch das wichtige 2:0 für seine Elf. Unmittelbar davor hatte Sturms Jürgen Heil Gelb-Rot gesehen. Schon das 0:1 aus Grazer Sicht war unglücklich, da Schiedsrichter Isa Simsek bei einer Blessur von Arjen Malic nicht abpfiff, sondern das Spiel weiterlaufen ließ. Nikolas Veratschnig lenkte den Ball schlussendlich glücklich ins Tor. Der dritte Salzburger Treffer durch einen Seitfallzieher von Aboubacar Camara war noch eine – sehenswerte – Zugabe.

Röhl lobt Camara: „Hat den X-Faktor“

„Wir haben mit den Siegen gegen Sturm Graz und Rapid zwei Ausrufezeichen gesetzt“, meinte Röhl über die Vorstellungen gegen die direkte Konkurrenz. Luft nach oben sieht der Deutsche vorhanden. Richtige Lösungen finden, Standardsituationen, das Spiel gegen den Ball zählte er auf. Auch den Torabschluss sieht Röhl noch verbesserungswürdig. Der Gegner konnte davon ein Lied singen.

Acht Tore hat Sturm in dieser Saison erst angeschrieben. Das Torverhältnis des Vizemeisters ist bei neun Gegentreffern nun sogar negativ. „Es ist halt das Scheiß-Sprichwort: Wenn man sie vorne nicht macht, kriegt man sie hinten“, beschrieb Verteidiger Joshua Quarshie den Auftritt in der Red-Bull-Arena. Das Fazit des Deutschen: „Die Chancenauswertung muss einfach besser werden.“ Trainer Fabio Ingolitsch meinte mit Blick auf die Anzeigetafel: „Es fühlt sich komisch und falsch an, wenn man nach 90 Minuten dieses Ergebnis sieht.“

Sturm hadert mit Ergebnis

Er sei „das erste Mal in meinem Leben in der Situation, dass ich meiner Mannschaft nach einem 0:3 gratuliert habe“, stellte Ingolitsch fest. Denn eigentlich ging sein Matchplan auf. Das aggressive Pressing überforderte Salzburgs Mittelfeld. Ganz vorne fehlte aber die Durchschlagskraft. Auch der eingewechselte Oumar Diakite war kein Faktor. „In den ersten 70 Minuten müssen wir ein Tor machen. Da hatten wir das Gefühl, dass wir das Spiel gewinnen können“, meinte Youngster Luca Weinhandl.

Auf den Dritten LASK fehlen Sturm nun fünf Zähler, auf Tabellenführer Rapid sind es sieben. Punkteteilung gibt es seit heuer keine mehr. Fast trotzig stellte Ingolitsch fest: „Wir haben in der gesamten Meisterschaft nur ein Spiel gehabt, wo wir nicht performt haben. Das war zu Hause gegen Lustenau (1:1, Anm.).“ Er habe weiter das Gefühl, im Rennen um die Top-Plätze voll dabei zu sein. „Favoriten sind sowieso andere in diesem Jahr“, betonte Ingolitsch, der diesbezüglich Salzburg und den LASK erwähnte.

Einer, der den Grazern verletzungsbedingt bisher kaum zur Verfügung stand, ist Otar Kiteishvili. Die Mannschaftsstütze bricht nun zum georgischen Nationalteam auf. Sturm beobachtet dies mit Argusaugen. Laut Ingolitsch bestehe „eine 50:50-Chance. Entweder er kommt verletzt zurück oder er kann sich dort gut aufbauen.“ Sturm hofft naturgemäß auf Zweiteres.

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