Scheiblehner mit Leistung bei GAK-Einstand „topzufrieden“
Kein Sieg, aber ein zufriedener Trainer: Gerald Scheiblehner hat mit dem 0:0 gegen den WAC in der 5. Bundesliga-Runde bei seinem Debüt auf der GAK-Bank gut leben können.
„Ich denke, dass wir mit der Leistung topzufrieden sein können. Meine Mannschaft hat so gespielt, dass der Funke auf die Fans übergesprungen ist“, resümierte der Nachfolger von Ferdinand Feldhofer. Einziges Manko war die Chancenverwertung, gleich dreimal scheiterten die Hausherren am Aluminiumgehäuse.
Aktivposten Peter Michorl, der auch mit seinen Cornern für viel Gefahr sorgte, klopfte zweimal an der Stange an. „Wir haben unzählige Chancen nicht gemacht, aber jeder hat gesehen, wozu wir fähig sind. Es war eine unglaubliche Energie in der Mannschaft, 95 Minuten Druck auf ein Tor. Wenn die Performance jede Woche so ist, werden sich auch die Ergebnisse einstellen“, sagte Michorl. Das Glück müsse man sich auch erarbeiten. „Es hat nicht sein sollen, aber wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken, weil wir alles richtig gemacht haben. Nur wollte der Ball nicht über die Linie.“
Scheiblehner „am richtigen Platz gelandet“
Scheiblehner war erst am Montagabend als neuer Trainer präsentiert worden, dürfte aber die richtigen Hebel in Gang gesetzt haben. „Der Trainer hat unter der Woche viele Gespräche geführt“, berichtete Michorl. Scheiblehner war begeistert, dass sein Team nach „schwierigen vergangenen Wochen“ und nur vier gemeinsamen Trainings schon so eine Energie auf den Platz gebracht habe. „Das freut mich und macht mich stolz. Ich bin hier am richtigen Platz gelandet“, betonte der 49-Jährige, der laut Eigenaussage in der Vergangenheit ein Sturm-Engagement ausgeschlagen hatte und nun beim Stadtrivalen werkt. Der Punktgewinn sei ein „erster Schritt“.
Sowohl der neuntplatzierte GAK als auch der einen Zähler davor liegende Sechste WAC sind nun drei Partien sieglos. Aufgrund des Spielverlaufs mussten die Kärntner mit dem auch laut Trainer Thomas Silberberger „glücklichen“ Punktgewinn zufrieden sein. Eine frühe Rote Karte für Nicolas Wimmer (15.) hatte die Gäste klar benachteiligt. „Wir haben uns selbst in dieses Schlamassel gebracht“, bekräftigte der Tiroler. Die Reaktion danach sei eine gute gewesen. „Wir haben gefightet wie die Löwen.“ Hinten war neben Glück auch Tormann Lukas Gütlbauer ein Faktor. „Es war ein sehr geiler Tag, weil es gelungen ist, das so drüberzubringen“, meinte der WAC-Schlussmann.
