„Sehr positiv“: Kompany-Rückkehr dennoch weiter offen

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Die Rückkehr von Bayern Münchens erkranktem Trainer Vincent Kompany ist weiterhin offen.

„Ich hatte ein paar richtig gute Telefongespräche mit ihm in den letzten Tagen. Er wirkt sehr positiv und scheint auf dem Weg zur kompletten Erholung zu sein. Wir haben da jetzt kein Datum gesetzt, aber die Länderspielpause gibt eine gute Gelegenheit, um das alles ein bisschen zu reflektieren und mal einzuschätzen, wann er zurückkommen wird“, sagte sein Assistent Aaron Danks vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15:30 Uhr LIVE bei Sky & mit WOW!) bei Mainz 05.

Kompany aus Krankenhaus entlassen – Eberl gibt Diagnose bekannt

Kompany fällt derzeit wegen einer Hirnhautreizung aus. Der 40-Jährige hat das Krankenhaus vergangene Woche verlassen.

Neben Kompany müssen die Münchner in Mainz weiterhin auf die verletzten Luis Díaz, Serge Gnabry, Ismael Saibari und Jamal Musiala verzichten. Bei Díaz und Musiala gibt es die Hoffnung, dass sie nach der zweiwöchigen Länderspielpause wieder „voll ins Mannschaftstraining einsteigen“, so Danks. Dies sei ein „sehr positiver Fortschritt“. Allerdings wollte der Engländer bei beiden „keine Deadline“ für ein Comeback setzen, „das ist schwierig“.

Gegen Mainz rechnet der Münchner Interimscoach dagegen wieder mit dem angeschlagenen Aleksandar Pavlovic. „Er hat das Training voll durchgezogen. Wir müssen nur abwarten, wie sich seine Beine erholen“, sagte Danks. Auch bei Torwart Manuel Neuer sehe es „gut aus“. Dafür deutete er an, dass Alphonso Davies geschont wird: „Es gibt ein paar Spieler, die wir wegen der hohen Belastung ein bisschen rausnehmen. Alphonso Davies eventuell. Da müssen wir vorsichtig sein.“

Mainz war zuletzt ein kniffliger Boden für die Münchner. Vier der jüngsten sechs Gastauftritte haben die Bayern beim FSV in Mainz verloren, zuletzt jedoch nach 0:3-Pausenrückstand noch 4:3 gewonnen. Die bisher letzte Bundesliga-Auswärtsniederlage des FCB, eingefangen am 14. Dezember 2024 (1:2), passierte ebenfalls in Mainz. Die 05er kassierten in ihren letzten drei Heimspielen jedoch immer zumindest drei Gegentreffer. Die ÖFB-Teamverteidiger Stefan Posch und Philipp Mwene müssen beim schlechtesten Heimteam der Liga zudem gelb-rot- und gelb-gesperrt zuschauen.

Dauerläufer Laimer

Dass vor der Partie darüber diskutiert wird, dass die verletzungsgeprüften Bayern keine natürliche Alternative mehr für die linke Flügelposition haben, sollte gegen den Tabellenneunten nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Auch Danks macht das Fehlen von Luis Diaz, Serge Gnabry und Jamal Musiala offenbar nicht nervös. „Wir werden Optionen haben. Man sieht in unserem Spiel viele Rotationen, viele Bewegungen. Unsere Außenverteidiger sind oft gut genug in Angriffspositionen.“

Beim 2:0-Erfolg in Madrid beendete der Rechtsverteidiger Konrad Laimer die Partie links vorne. „Bei ein paar Spielern müssen wir nach der hohen Belastung schauen, ob wir sie rausnehmen“, sagte Danks am Freitag. Namentlich nannte er Alphonso Davies, der nach einigen Verletzungen noch Ruhephasen benötige. Laimer gab nach Adduktorenbeschwerden und seinem kurzen Sonderurlaub (Geburt des Kindes) wie gewohnt den vielseitigen Dauerläufer. Seit 13. Oktober absolvierte die ÖFB-Pferdelunge stolze 576 von möglichen 630 Spielminuten.

Weltfußballer Kane wünscht sich „Normalität“

Erst die Ballon-d’Or-Gala, jetzt die Vertragsverlängerung beim FC Bayern – Superstar Harry Kane hat genug: Nach anstrengenden Tagen mit vielen (Medien-)Terminen will der Münchner Torjäger endlich wieder den Fokus auf den Fußball legen. „Es wurde zuletzt so viel gesprochen über mich, den Ballon d’Or oder individuelle Trophäen, jetzt freue ich mich wieder mit der Arbeit weiterzumachen, weniger zu reden und mehr zu spielen“, sagte der 33-Jährige vor dem Bundesligaspiel am Samstag beim FSV Mainz 05. Er brauche „diese ganze Aufmerksamkeit nicht unbedingt“.

Neues Rekord-Gehalt enthüllt: Was Kane jetzt beim FC Bayern verdient

Die letzten Wochen seien für ihn und den FC Bayern „im positiven Sinne schon ganz schön verrückt gewesen. Wir haben es genossen, denn das waren wichtige Momente in unserer gemeinsamen Geschichte“, führte Kane aus: „Aber das Spielen ist das Wichtigste für die Mannschaft, und ich versuche auf dem Platz zu sprechen. Jetzt wird sich der Staub ein bisschen legen und wir werden wieder zur Normalität zurückkehren.“ Nach dem Mainz-Spiel stehen für den englischen Kapitän mit den „Three Lions“ die Herausforderungen in der Nations League gegen Kroatien (12.11.) und bei Weltmeister Spanien (15.11.) an.

Kane unterschrieb am Donnerstag einen neuen Vertrag bis 2027. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft sprach über seine Zeit in München stolz von „den besten Momenten, die ich auf und außerhalb des Platzes habe. Es ist wirklich ein toller Ort hier.“

Nur bei den Deutschkenntnissen hapert es nach drei Jahren in München immer noch. „Ich verstehe mehr als früher, aber ich lerne noch. Für mich geht es darum, jetzt auch ein bisschen mehr zu sprechen und sich keine großen Sorgen über die Fehler zu machen und die Reaktionen“, sagte Kane – auf Englisch: „Aber hoffentlich gibt es mal eine Zeit, wo ich mal ein Interview auch auf Deutsch geben kann. Ich weiß, die Fans würden das lieben, jeder im Klub würde das lieben.“ Noch fehle ihm „das Selbstvertrauen“.

Ausstiegsklausel: Bayern will Porto-Juwel als Diaz-Backup

Kane war im Sommer 2023 für knapp 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zum deutschen Rekordmeister gewechselt und gilt längst als einer der besten Transfers der Vereinsgeschichte. In bisher 161 Pflichtspielen für die Bayern erzielte der Ausnahmestürmer unglaubliche 156 Treffer.

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