Lewis Hamilton hat seinem Teamchef Fred Vasseur wortreich den Rücken gestärkt - sieht bei Ferrari aber durchaus größere

„Struktur existiert seit langer Zeit“ – Hamilton fordert Veränderung bei Ferrari

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Lewis Hamilton hat seinem Teamchef Fred Vasseur wortreich den Rücken gestärkt – sieht bei Ferrari aber durchaus größere Probleme an anderer Stelle.

„Hier scheint es oft einen starken Fokus auf eine einzige Person zu geben“, sagte der Formel-1-Rekordweltmeister vor dem Grand Prix in Malaysia (Sonntag um 9.00 Uhr live auf Sky Sport F1): „Und es wurden schon viele verschiedene Personen in Freds Rolle ausgetauscht, aber Fred ist ein fantastischer Anführer.“

Hamilton fordert strukturelle Anpassungen

Es gebe allerdings „eine Struktur“ bei Ferrari, „die schon seit langer Zeit existiert, und wir müssen verstehen, ob sie für die Zukunft verbessert werden muss. Es gibt Veränderungen, die ich vornehmen würde, aber ich werde das nicht öffentlich sagen“, so Hamilton, der allerdings mit einen Verweis auf sein früheres Team Mercedes schloss. Toto Wolff sei dort „in einer anderen Position als Fred“, sagte Hamilton. Wolff ist als Teamchef zugleich Anteilseigner und besitzt eine größere Machtfülle.

Vasseur sei bei der Scuderia nicht allein verantwortlich, „es sind sehr, sehr viele Leute, und wenn man mit dem Finger zeigen will, soll man woandershin zeigen. Es gibt Leute darüber, die ebenfalls ein Teil davon sind.“ Struktur und Stabilität seien wichtig, so Hamilton, „in jedem Unternehmen geht es darum, dass die Leute in die gleiche Richtung rudern.“

Ferrari seit der Sommerpause mit Problemen

Hamilton hatte im Juni in Barcelona seinen ersten Sieg im Ferrari gefeiert und wirkte damals wie ein Titelkandidat. Spätestens seit der Sommerpause hat die Scuderia aber Probleme, mit der Spitze zu konkurrieren, seit fünf Rennen standen Hamilton und Teamkollege Charles Leclerc nicht mehr auf dem Podest.

Als Zweiter der Konstrukteurswertung steht das Team deutlich besser da, als im vergangenen Jahr (Platz 4), dennoch wurde zuletzt auch an Vasseur Kritik laut. Da zudem der einstige Red-Bull-Teamchef Christian Horner den Posten bei Ferrari öffentlich als einen „Traum“ bezeichnete, sah sich der Rennstall unter der Woche genötigt, Vasseur das Vertrauen auszusprechen.

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