Trotz Personalsorgen: Bayern fiebern Duell mit Arsenal entgegen
Der FC Bayern um Torgarant Harry Kane und ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer fiebern dem Kracher gegen Arsenal entgegen. Doch mehrere Schlüsselpersonalien sind offen.
King Harry I. hat ziemlich klare Vorstellungen von seiner ganz persönlichen Traumwoche samt Krönungsmesse in London. Allein: Es ist kompliziert. Denn vor dem nächsten Kracher in der Deutschen Bundesliga beim SC Freiburg und der Vergabe des Ballon d’Or in seiner Heimatstadt wartet auf Harry Kane das ewig knifflige Top-Duell mit seinem „Lieblingsfeind“ FC Arsenal. Und sein FC Bayern hat Probleme.
Trainer Vincent Kompany lag während des Abschlusstrainings für den Champions-League-Hit gegen den Vorjahresfinalisten krank im Bett – ob er seine Elf am Mittwoch (ab 20:00 Uhr live auf Sky Sport Austria – streame das Spiel mit WOW live!) betreuen kann, ist offen. Mittelfeldchef Joshua Kimmich fehlte aus privaten Gründen – Einsatz fraglich. Und obwohl Manuel Neuer wieder auf dem Platz stand, ist auch beim Kapitän „noch keine Entscheidung“ gefallen, wie Kompanys Assistent und möglicher Vertreter Aaron Danks sorgenvoll berichtete.
Kane brennt auf Duell gegen früheren Rivalen
Dessen ungeachtet brennen die Bayern auf das Gigantenduell. „Das wird ein großes, ein hartes Spiel“, sagte Torgarant Kane. Vor allem, falls Kompany und Kimmich fehlen sollten. Der angeschlagene Coach, erzählte Co-Trainer Danks, habe aufgrund eines Virus‘ und der davon verursachten Hüftprobleme „Schmerzen in seinen Beinen gespürt. Es ist sehr wichtig, dass er sich ausruht.“
Danks, der den damals gesperrten Kompany schon im Halbfinal-Hinspiel der vergangenen Saison bei Paris Saint-Germain (4:5) ersetzt hatte, stünde bereit. Die Spieler, versicherte Serge Gnabry, vertrauten ihm blind. „Wir haben einen top Trainerstaff, die Jungs machen einen exzellenten Job.“
Gegen RB Leipzig (6:1) ging es auch ohne Kompany in aktiver Rolle, der Chef überließ Danks schon am Samstag das Coaching weitgehend. Arsenal aber ist ein anderes Kaliber – und nach dem Ausrutscher in Stavanger (3:3) auf dem möglichst direkten Weg ins Achtelfinale überragend wichtig.
Der dritte Spieltag der UEFA Champions League mit Arsenal gegen Bayern heute live auf Sky
Bayern vor Arsenal-Duell ohne Druck
Aber Druck? „Gegen eines der besten Teams Europas anzutreten – solche Gelegenheiten muss man einfach genießen“, meinte Kane und betonte: „Wir messen uns mit den Besten, spielen zu Hause, die Energie, die Fans – es wird mit Sicherheit ein besonderer Abend.“
Vor allem für ihn. „Ganz ausblenden“, sagte der langjährige Profi von Arsenal-Rivale Tottenham, könne er „die Vorgeschichte natürlich nicht“. 22-mal ist er mit den Spurs (19) und den Bayern (drei) bislang auf die Gunners getroffen, bei denen er einst in der Jugend spielte, 15 Tore (14/1) hat er erzielt. Und auch wenn die Stimmen für die Kür des Weltfußballers am Montag schon abgegeben sind – weitere Tore auf der größten Bühne des europäischen Vereinsfußballs würden Kanes Anwartschaft auf den Goldenen Ball noch einmal unterstreichen.
Doch das 1:3 in London aus der Vorsaison ist den Bayern noch in schlechter Erinnerung. Gnabry sieht eine „kleine Rechnung offen“. Kane forderte: „Wir müssen mit einem klaren Kopf in die Begegnung gehen.“
Olise fehlt in der Offensive
Und ohne den nach seiner „überdummen“ Gelb-Roten Karte (Kompany) in Stavanger gesperrten Michael Olise. Das Fehlen seines kongenialen Offensivpartners, sagte Kane, werde sich „definitiv bemerkbar“ machen, aber: „Dann müssen andere in die Bresche springen.“ Doch Jamal Musiala fehlt noch und weder Lennart Karl, Gnabry oder Ismael Saibari sind in Topform. Egal, findet Kane, „wer auch immer zum Einsatz kommt, muss bereit sein“.
Arsenal mit scheint bereit. Der Erfolg über die Münchner im vergangenen November hat die bösen Geister der Vergangenheit vertrieben, als die Kanoniere zwischen der Saison 2004/05 und 2023/24 gleich fünfmal in der K.o.-Runde an den Bayern scheiterten.
„Wenn man sich mit den Besten messen kann“, sagte Bayern-Präsident Herbert Hainer, „ist das für jeden Fußballer das Höchste. Das ist auch bei unseren Fußballern so.“ Erst recht bei Harry Kane.
