UEFA macht Druck: FIFA muss WM-Investorenpläne offenlegen

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Der Fußball-Weltverband (FIFA) wird seinen Council-Mitgliedern Zugang zu den Schlüssel-Dokumenten der umstrittenen WM-Investorenpläne gewähren. Demnach hat FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström am Montag diesen Personenkreis in einem Schreiben darum gebeten, ein etwaiges Interesse daran zu deponieren. Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) hatte zu dieser Thematik vor zwei Wochen die Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs bis zum (heutigen) Montag gefordert.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bisher keine Dokumente über seinen nach heftiger Kritik aufgegebenen Plan, 20 Prozent der kommerziellen Rechte an WM und weiteren Wettbewerben für mehr als vier Milliarden Dollar zu verkaufen, zur Verfügung gestellt. Rund zwei Wochen nach dem WM-Finale in den USA hatte die FIFA Ende Juli mitgeteilt, einen Teil ihrer kommerziellen Rechte an Investoren zu verkaufen. In der Nacht zum 1. August gab Infantino die Pläne nach breitem Widerstand auf.

Zwar erkennt die UEFA an, dass der Plan zurückgezogen wurde und Fehler eingeräumt worden sind, doch dies würde nicht beantworten, wie relevante Entscheidungen getroffen worden seien. „Diese Fragen benötigen jetzt Antworten“, hieß es vor zwei Wochen in dem UEFA-Schreiben. Bei einer Krisensitzung des FIFA-Councils wenige Tage davor in Zürich hatte es laut Deutschlands Verbandschef Bernd Neuendorf nur „dünne“ Antworten gegeben. Infantino stellt sich im März der Wiederwahl, die Frist für Bewerbung anderer Kandidaten endet am 18. November.

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