Vier Tore in 14 Minuten: Frankreich zündet späten Turbo gegen Belgien

Vier Tore in 14 Minuten: Frankreich zündet späten Turbo gegen Belgien

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Frankreich zündet den Turbo erst in der 77. Minute: Das Team von Zinedine Zidane gewinnt das Nations League-Duell gegen Belgien mit 4:1 und bleibt auch im vierten Spiel ohne Niederlage. Frankreich behauptete damit die Tabellenführung in der Nations-League-Gruppe 1 und hat das Viertelfinale fest im Blick.

Belgien verpasste unter dem neuen Coach Mark van Bommel eine erste Überraschung und kassierte die zweite Niederlage nach dem Hinspiel gegen Frankreich eine Woche zuvor (0:1). Dodi Lukebakio (35.) brachte den Außenseiter gegen lange ideenlose Franzosen in Führung, spät schossen die eingewechselten Désiré Doué (77.) und Rayan Cherki (81.) nach Olise-Vorbereitung ihre Mannschaft auf die Siegerstraße. Olise entschied dann auch das Spiel (88., 90.+1). Mit zehn Zählern aus vier Spielen thront Frankreich weiter an der Spitze, Belgien steht vor den letzten zwei Spielen bei sechs Punkten.

Dennoch verbuchte der zweimalige Weltmeister zunächst die besseren Möglichkeiten. Dann schockte Lukebakio die Gastgeber: Nach einem langen Traumpass von Roméo Lavia lief der ehemalige Bundesligaprofi allein aufs Tor zu und blieb cool. Nach genau einer Stunde wechselte Zidane den Matchwinner Olise ein.

Den Durchbruch suchten die Franzosen aber zunächst noch vergebens. Barcolas abgefälschter Schuss (72.) rauschte knapp vorbei. Gleich danach kam Doué in die Partie, der es wenige Minuten später aus der Distanz besser machte. Frankreich drückte aufs Tempo, Olise bediente Cherki, der Maarten Vandevoordt aus kurzer Distanz keine Chance ließ.

Neue Hoffnung für Italien

Italien schöpft unter Roberto Mancini nach Jahren der Krise neue Hoffnung. Der viermalige Fußball-Weltmeister, der die vergangenen drei WM-Turniere verpasste, gewann eine Woche nach dem 4:1 in der Türkei am Montag auch das Nations-League-Rückspiel in Bologna mit 3:1 (1:0).

Nach dem ebenfalls ermutigenden Unentschieden zwischendurch in Frankreich (1:1) schoss Gianluca Scamacca (26.) Italien in einem ausgeglichenen Spiel in Führung. Der Stürmer von Atalanta Bergamo traf per Dropkick unter die Latte. Aral Simsir (61.) glich mit seinem ersten Länderspieltor aus, der kurz zuvor eingewechselte Riccardo Calafiori (64.) köpfte das 2:1. Pio Esposito (88.) traf zum Endstand.

Die Italiener sind mit sieben Punkten aus vier Spielen Zweiter in der Gruppe 1 der A-Liga, in der die ersten beiden Teams ins Viertelfinale einziehen. Die Türken stecken mit ihrem italienischen Nationaltrainer Vincenzo Montella hingegen weiter tief in der Krise: Sie sind nach vier Spielen punktlos – bei einem Torverhältnis von 2:10.

Mancini veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Frankreich-Spiel auf neun Positionen, was den Spielfluss im Stadio Renato Dall’Ara deutlich hemmte. Die Gäste waren mindestens gleichwertig, Scamaccas Tor resultierte aus der ersten wirklichen italienischen Chance. Zuvor hatte er bereits aus Abseitsposition getroffen (25.). Das Gegentor konterten die Gastgeber dann umgehend.

Italien empfängt am 12. November zunächst Frankreich zum Rückspiel, es folgt die Revanche in Belgien für das 0:2 zum Auftakt.

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