„Inspiration und Motivation“: LASK als Vorbild für Austria vor Braga-Rückspiel

Auf die Wiener Austria wartet am Donnerstag (20.30 Uhr) im Play-off-Rückspiel für die Fußball-Conference-League eine Mammutaufgabe. Will das Team von Coach Stephan Helm in die Ligaphase, braucht es einen deutlichen Heimsieg gegen Sporting Braga.

Die Portugiesen hatten das Hinspiel 2:0 gewonnen und sind klarer Favorit. „Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, wie wir versuchen werden, dieses kleine Fenster aufzustoßen. Aber es muss einfach alles passen“, sagte Helm.

LASK als Vorbild

Die „Veilchen“ hatten im Hinspiel beim Europa-League-Halbfinalisten der Vorsaison durchaus mitgespielt, waren allerdings glücklos geblieben. Dieses will man nun vor den Heimfans im Franz-Horr-Stadion erzwingen. Vorbild soll der LASK sein, der am Dienstag nach furioser Aufholjagd gegen Celtic Glasgow als 5:1-Sieger vom Platz ging und nun Champions League spielt. „Sie haben gezeigt, dass im Fußball vieles möglich ist, was man sich gar nicht vorstellen kann. Natürlich kann das für uns eine Inspiration und Motivation sein“, sagte Helm, der den Linzern gratulierte. „Es zeigt, wenn man kontinuierlich und konsequent einen Weg beschreitet und auch in allen Belangen viel investiert, dann ist so etwas möglich.“

Der Austria-Trainer betonte aber auch, dass man die beiden Spiele nicht wirklich miteinander vergleichen könne. „Rein objektiv betrachtet ist der Abstand von der Austria zu Braga deutlich größer als der vom LASK zu Celtic. So gesehen ist es eine große Challenge.“ Wichtig sei, hinten die Null zu halten und das Momentum zu bekommen. „Du musst den Spielverlauf auf deine Seite ziehen können. Und du musst diese kleinen Situationen, die es gibt, konsequent nützen“, erklärte Helm. „Wir werden daran glauben, solange es möglich ist. Wichtig ist, dass wir nach dem Spiel sagen können: Wir haben alles probiert.“

Sowohl die Austria als auch Braga hatten ihre Ligaspiele am Wochenende verlegt und somit spielfrei, der Fokus konnte daher ganz auf den europäischen Kontrahenten gelegt werden. „Gerade wenn es gegen so einen Gegner geht, tut so eine volle Trainingswoche natürlich gut“, meinte Stürmer Johannes Eggestein. Auch der Deutsche hofft noch auf die CoL-Ligaphase, Standards könnten dabei ein Schlüssel sein. „Ich glaube, Braga ist jetzt keine uns körperlich überlegene Mannschaft. Wir können definitiv auch durch Standardsituationen gefährlich werden. Das könnte ein Dosenöffner sein, wenn du mal durch so eine Situation das 1:0 machst.“

Personalsorgen in der Verteidigung

In der Verteidigung könnte allerdings ein personeller Engpass entstehen, Ibrahim Buhari hat sich im Hinspiel einen Bruch in der Hand zugezogen. „Er wird höchstwahrscheinlich ausfallen. Und Jonas Feddersen ist fraglich, der hat heute beim Training gefehlt. Er hat einen kleinen Infekt“, berichtete Helm. Fix nicht dabei sind die Langzeitverletzten Manprit Sarkaria und Noah Botic sowie der rekonvaleszente Verteidiger Philipp Wiesinger.

Im Falle einer violetten Überraschung winken dem Wiener Bundesligisten 3,17 Millionen Euro als Startgeld. Durch eine allfällige Teilnahme an der Ligaphase könnte auch in die Kadergestaltung noch einmal Schwung kommen. „Wenn uns das gelingt, dann werden wir uns natürlich zusammensetzen und schauen, wie wir das bestmöglich planen können. Wir sind gut vorbereitet“, meinte Helm.

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