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#DBLDW-Bonusrunde: Wer stoppt dieses Dorf?

Es gibt Grenzen, die verschwinden nie ganz. Die Leitha war einmal die Trennlinie zwischen dem Erzherzogtum Österreich und dem Königreich Ungarn, Cisleithanien hier, Transleithanien dort, ein Herrscher für beide, zwei Verwaltungen. Auf der einen Seite liegt bis heute Deutsch Brodersdorf in Niederösterreich, auf der anderen Leithaprodersdorf im Burgenland. Grenzen halt.

Eine davon verläuft seit dem 26. Juli mitten durch den ÖFB-Cup. Der SV Leithaprodersdorf, Landesligist aus einer Gemeinde mit gut 1.200 Einwohnern, hat die Admira mit 2:1 aus dem Bewerb geworfen, 48 Jahre nach dem letzten Cup-Auftritt an der Leitha. Am Samstag kommt die WSG Tirol in die LeithArena. Wir waren vorher dort.

Obmann-Stellvertreter Josef Bauer erzählt von 180 Nachwuchskindern, einem Kabinenneubau und davon, warum das Meistergespenst momentan schwerer wiegt als jeder Zweitligist. Trainer Mario Santner rechnet vor, wie oft man so ein Spiel verliert und was man mit der einen Ausnahme macht. Dazwischen taucht Szabolcs Sáfár auf, der bei der Admira Tormanntrainer ist und einmal pro Woche auch die Leithaprodersdorfer Schlussmänner betreut. Im Cup hat er also gegen seine eigenen Leute verloren.

Dazu Stimmen vom Spielfeldrand, ein Dorf, das am Samstagabend zum sozialen Mittelpunkt wird, und ein Siegtreffer in der 92. Minute gegen Eberau.
Szabolcs Sáfár wurde der Gruppe „Loyalitätskonflikte an der Leitha” hinzugefügt.

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